Der Einsatz von Wasserstoff ist nur dann machbar, wenn die Infrastruktur angepasst wird.

Der Einsatz von Wasserstoff ist nur dann machbar, wenn die Infrastruktur angepasst wird.

Bild: © Ilja C. Hendel/Zukunft Erdgas

Der italienische Fernleitungsnetzbetreiber Snam und Baker Hughes haben die nach eigenen Angaben weltweit erste Hybrid-Wasserstoff-Turbine für das Gasnetz mit Erfolg durch den Testbetrieb gebracht. Wie Snam mitteilte, soll die Turbine im kommenden Jahr in der Kompressorstation des Unternehmens in Istrana eingebaut werden.

Die NovaLT12, wie die Turbine offiziell heißt, soll dann nicht nur dabei helfen, Wasserstoff-Mischungen zu verdichten und zu verteilen. Laut Mitteilung soll sie zugleich mit dem Erdgas-Wasserstoff-Gemisch betrieben werden.

Nach Angaben von Marco Alverà, dem CEO von Snam, arbeitet das Unternehmen schon seit einiger Zeit intensiv daran, dass Netz so anzupassen, dass der Transport von Wasserstoff problemlos möglich ist. Bereits heute seien 70 Prozent der Snam-Pipelines „Wasserstoff-ready“.

Die erfolgreich abgeschlossenen Tests seien ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg bei der Entwicklung von sauberem Wasserstoff. Alverà geht davon aus, dass Wasserstoff eine tragende Säule der Energiewende sein wird. Bis 2050 werde er 20 bis 25 Prozent des globalen Energiemixes ausmachen, schätzt er. (amo)

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