Der Windpark Gorde Wind 1 und 2 nahe der niederländischen Küste

Der Windpark Gorde Wind 1 und 2 nahe der niederländischen Küste

Bild: © Orsted

Der US-Konzern Amazon will weltweit größter Kunde für Ökostrom werden und nach Möglichkeit den eigenen Bedarf bis 2025 komplett aus erneuerbare Energien abdecken. Damit würde Amazon «größter betrieblicher Abnehmer von erneuerbaren Energien überhaupt», teilte die deutsche Amazon-Tochter am Donnerstag in München mit.

Strom aus Ökokraftwerken soll Amazons Fracht- und Rechenzentren ebenso versorgen wie die Büros. Amazon ist mittlerweile einer der weltgrößten Arbeitgeber, im Oktober hatte Amazon nach Berichten von US-Medien erstmals die Zahl von einer Million Mitarbeiter rund um den Globus überschritten. «Wir sind auf dem Weg, unser Geschäft bis 2025 zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu versorgen, fünf Jahre vor unserem ursprünglichen Ziel von 2030», erklärte Amazon-Gründer und Vorstandschef Jeff Bezos laut Mitteilung.

Zehnjahresvertrag mit Ørsted

Für Deutschland hat Amazon mit dem dänischen Unternehmen Ørsted einen Zehnjahresvertrag unterzeichnet und will in dieser Zeit 250 Megawatt (MW) Leistung aus dem geplanten großen Windpark Borkum Riffgrund 3 in der Nordsee abnehmen. Die deutsche Ørsted-Gesellschaft in Hamburg betonte ihrerseits, das sei bisher der größte derartige Vertrag in Europa.

Laut Pressemitteilung handelt es sich um das zweite Corporate PPA von Ørsted und Amazon. Bereits im Jahr 2016 hatten die Unternehmen einen Vertrag über den 253MW Amazon Onshore-Windpark Texas in Scurry County, Texas, geschlossenen. Mit dem neuen Vertrag hat Ørsted in den letzten 12 Monaten nach eigenen Angaben CPPAs für rund 1,3GW aus seinem globalen Offshore-Windportfolio unterzeichnet.

Wichtiger Meilenstein für Realisierung des Windparks

Die aktuelle Vereinbarung mit Amazon werde die Realisierung des Windparks Borkum Riffgrund 3 wieder einen Schritt näher bringen und für sichere und stabile Einnahmen sorgen, heißt es. «Denn das Projekt wird ohne staatliche Subventionen gebaut und betrieben», betonte Ørsted-Vizechef Rasmus Errboe. Der Netzanschluss des Projektes wird für das Jahr 2024 erwartet. (dpa/hoe)

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