Bild: © H. D. Volz/pixelio.de

Wer in Bayern eine neue Photovoltaikanlage mit Heimspeicher errichten möchte, kann ab dem ersten August einen Kaufzuschuss für den Speicher beantragen. Das gab die bayerische Staatsregierung, auf Initiative des Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), heute bekannt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit für einen Zuschuss für die Installation einer privaten Ladestation für Elektrofahrzeuge.

Aiwanger: "Wir müssen das Potenzial der Sonne besser nutzen. Mit dem neuen Förderprogramm werden wir der Energiewende zusätzlichen Schwung verleihen. Es setzt die richtigen Anreize, den dezentralen Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern voranzubringen und wird die Bürger aktiv an der Energiewende beteiligen." Die Bürger könnten dadurch auch ihre Stromkosten senken, denn die intelligenten Speicher ermöglichen es, dass die Betreiber künftig auch an einer regionalen Stromdirektvermarktung teilnehmen können.

Förderhöhe gestaffelt

Die Förderhöhe ist nach der Kapazität des Batteriespeichers gestaffelt und reicht von 500 Euro für einen Drei-KW-Speicher bis zu 3.200 Euro für einen 30-KW-Speicher. Voraussetzung ist aber, dass eine neuen Photovoltaikanlage mit installiert wird, deren Leistung in KW-Peak mindestens dem Wert der Kapazität des Batteriespeichers entspricht. Der Zuschuss für die Ladestation für E-Fahrzeuge beträgt 200 Euro.

"Wir begrüßen das bayerische Programm für Solarstromspeicher, weil damit ein wichtiger Baustein der Energiewende gefördert wird. Es ist wissenschaftlich belegt, dass damit teurer Netzausbau reduziert wird. Solaranlage auf dem Dach, Batteriespeicher im Keller und Solartankstelle für das E-Auto vor dem Haus bilden ein Dreamteam für den Klimaschutz", sagt Jörg Ebel, Sprecher der Bayerischen Sektion im Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

"Sonnenland Bayern"

Erst Ende vergangener Woche hätte Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" den Freistaat zum "Sonnenland" erklärt, so der BSW. "Damit liegt er richtig. Bayern verfügt über ausgezeichnete Strahlungsbedingungen. Die Solarbranche steht bereit, deutlich mehr Verantwortung für das künftige Energiesystem zu übernehmen. Neben dem Freistaat ist nun die Bundesregierung am Zug, bestehende Marktbarrieren wie den Förderdeckel im EEG zu beseitigen. Von der bayerischen Landesregierung erhoffen wir uns hier tatkräftige Unterstützung", so Ebel. (pm)

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