Die Zukunft der Stromversorgung im Landkreis Schwandorf ist lokal, ökologisch und dezentral. Bemo-Vorstand Armin Schärtl und Regio Energie-Geschäftsführer Thomas Oppelt (v.l.) haben zusammen mit dem zuständigen Landrat Thomas Ebeling den lokalen Strommarkt vorgestellt.

Die Zukunft der Stromversorgung im Landkreis Schwandorf ist lokal, ökologisch und dezentral. Bemo-Vorstand Armin Schärtl und Regio Energie-Geschäftsführer Thomas Oppelt (v.l.) haben zusammen mit dem zuständigen Landrat Thomas Ebeling den lokalen Strommarkt vorgestellt.

Bild: @ Wolfgang Dumm / Bayernwerk

Die Bayernwerk Regio Energie (Bayernwerk) bringt gemeinsam mit Partnern vor Ort sogenannte regionale Strommärkte auf den Weg. Nach Kommunen in Niederbayern und Oberfranken geht der Landkreis Schwandorf mit der Bürgerenergie Mittlere Oberpfalz (Bemo) einen großen Schritt in die dezentrale Energiezukunft. Am Mittwoch, 29. Januar, haben die Verantwortlichen der Bemo Regiostrom zusammen mit Landrat Thomas Ebeling den neuen Strommarkt in Nabburg vorgestellt.

„Im neunten Jahr ihres Bestehens tritt die Bemo nun auch als Stromanbieter für Privathaushalte auf“, erklärte Armin Schärtl, Bürgermeister und Vorstandsvorsitzender der Bemo. Stromerzeugung, Stromversorgung und Stromabnahme fänden nun quasi vor Ort statt. Für den Landkreis Schwandorf bietet die Bürgerenergiegenossenschaft zusammen mit dem Bayernwerk in der Region erzeugten Strom als Bemo Regiostrom an. Die Bürger des Landkreises können damit ab sofort die vor Ort erzeugte Energie aus 100 Prozent Ökostrom beziehen.

Bedürfnis nach regionaler Nähe

Landrat Thomas Ebeling blickte zum Start des lokalen Strommarkts auf die Anfänge der Bemo zurück: „Die Bürgerenergiegenossenschaft Mittlere Oberpfalz hat seit ihrer Gründung im Jahr 2011 eine erfreuliche Entwicklung genommen. Dass sie jetzt auch als regionaler Stromanbieter auftritt, ist ein beachtlicher Schritt auf dem Energiemarkt.“ Strom, der von BEMO Regiostrom bezogen wird, werde vor Ort von PV-Anlagen und Windrädern produziert. „Dieser Ökostrom stärkt die Region und entlastet die Umwelt“, so Ebeling.

Thomas Oppelt, Geschäftsführer der Bayernwerk, berichtete: „Es gibt ein Bedürfnis der Menschen nach regionaler Nähe, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Menschen wollen Energie aus der Heimat.“ Diese Nähe sei der Kern lokaler Märkte, in die auch Bürger ihre Erzeugungsanlagen einbringen oder in denen sie regenerativen Strom aus regionaler Herkunft beziehen können. Das Bayernwerk biete die Technologie, die zur Umsetzung dieser lokalen Märkte erforderlich ist.

Zwei Erzeuger am Start

Mit der Vernetzung dezentraler Erzeugung zu lokalen Märkten nehme das Energiesystem eine echte Neuausrichtung, so Oppelt weiter, und: „Wir haben noch viel vor und möchten weitere Digitalisierungs- und Visualisierungslösungen einbauen und den Strommarkt zu einem echten physischen Strommarkt entwickeln.“ Zum Start stellen zwei große regenerative Erzeugungsanlagen aus dem Landkreis Schwandorf bei Bemo Regiostrom ihren erzeugten Strom der Region zur Verfügung. (sig)

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