In insgesamt 380 Wohnungen könne damit noch in diesem Jahr vom günstigen Ökostrom vom eigenen Dach profitiert werden, teilten die Berliner Stadtwerker mit. Mit dem prognostizierten Jahresertrag von 174.000 kWh könnten rund 100 Tonnen CO2 vermieden werden.
„Das neue Projekt mit der Gesobau freut uns schon deshalb sehr, weil wir mit der Gesobau 2015 und 2016 unsere ersten Mieterstrom-Projekte umgesetzt haben“, erklärte Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke, „ebenfalls in Pankow.“ Im sogenannten Pankeviertel erzeugen seither 24 Solaranlagen mit einer Leistung von fast 600 kW Ökostrom für mehr als 1100 Haushalte.
Niedrigere Stromkosten für Mieter
„Ein großer Teil unseres Umwelteinflusses entsteht über das Freisetzen von Treibhausgasemissionen“, wird Gesobau-Vorstandsvorsitzender Jörg Franzen zitiert. „Das Mieterstrom-Projekt in Zusammenarbeit mit den Berliner Stadtwerken ist daher eine sinnvolle klimaschützende Maßnahme, die sich gut umsetzen lässt.“ Neben der positiven Klimabilanz senkten sich so auch die Stromkosten für die Mieter.
Obwohl die Stadtwerke seither mit zahlreichen Partnern eine große Anzahl weiterer Mieterstrom-Solaranlagen errichtet und sich damit auch bundesweit eine führende Stellung erarbeitet haben, werde das Unternehmen in diesem Bereich von den gesetzlichen Rahmenbedingungen gehemmt, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Gleichstellung von Mietern und Eigentümern nötig
„Das ist sehr schade“, so Kerstin Busch, „denn besser als beim Mieterstrom, wo Erzeugung und Verbrauch ortsgleich sind und zum Umwelt- auch ein Finanz-Plus kommt, kann man Energiewende eigentlich gar nicht populär machen.“
Die Stadtwerke setzten sich deshalb für bessere Förderbedingungen und die Gleichbehandlung von Mietern und Eigentümern ein. Letztere würden per Gesetz durch eine um 40 Prozent reduzierte EEG-Umlage – bei sonst gleichen Randbedingungen der Stromversorgung – bevorzugt. (hcn)
