Nach einer schweren Störung im Verbundsystem waren Argentinien und Uruguay für Stunden ohne Elektrizität.

Nach einer schweren Störung im Verbundsystem waren Argentinien und Uruguay für Stunden ohne Elektrizität.

Bild: © Sabin Schmidt/Pixelio

Die Energiewende macht nach Angaben der Bundesnetzagentur den Bau einer weiteren großen Nord-Süd-Stromverbindung in Deutschland erforderlich. Um künftig Engpässe im Großraum Frankfurt zu vermeiden, sei eine zusätzliche Gleichstromleitung zwischen Niedersachsen und Hessen notwendig, teilte die Behörde am Montag mit. Die Leitung soll Windstrom von der Nordsee in den Süden transportieren.

Derzeit sind drei sogenannte Stromautobahnen aus dem Norden in den Süden im Planungsverfahren. Für eine vierte Verbindung stehen die Planungen am Anfang. Den Berechnungen für die Notwendigkeit einer weiteren Gleichstromverbindung liege das Ziel der Bundesregierung zugrunde, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, betonte die Behörde. Das zusätzliche Kabel soll von Rastede nahe der Nordsee nach Bürstadt in Hessen verlaufen.

Vorhandene Verbindungen können nicht mehr verstärkt werden

Die Behörde hatte den Entwurf des Netzentwicklungsplans zum Ausbau des Stromnetzes bis zum Jahr 2035 geprüft. Der Plan wird von den Übertragungsnetzbetreibern aufgestellt und muss von der Bundesnetzagentur bestätigt werden. Schon vorhandene Verbindungen zu erweitern sei keine Alternative, da viele der überlasteten Leitungen bereits verstärkt wurden oder noch werden, betonte die Behörde. Darüber hinaus müssten zusätzlich Wechselstromverbindungen verstärkt oder neu errichtet werden, über die der Strom zu den Verbrauchern gebracht wird. Öffentlichkeit und Kommunen können jetzt Stellungnahmen zu dem Netzentwicklungsplan und den Prüfergebnissen der Bundesnetzagentur abgeben. (dpa/lm)

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