Trotz Kälte ist der Energieverbrauch in Deutschland in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen erneut unter dem vergleichbaren Vorjahreswert geblieben. Demnach verminderte sich der Verbrauch im ersten Quartal um 0,8 Prozent auf 117,5 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE).
Das Expertengremium führt dies vor allem auf die im Zuge der Corona-Pandemie gesunkene Wirtschaftsleistung sowie auf hohe Energiepreise und steigende CO2-Kosten zurück. Außerdem habe anders als im Vorjahr im abgelaufenen Quartal der Schalttag gefehlt. Unter Ausschaltung des Witterungseinflusses hätte sich der Energieverbrauch gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 2,3 Prozent verringert, teilt die AG Energiebilanzen mit.
Wind lässt nach, Gas legt zu
Einen deutlichen Rückgang (minus 35 Prozent) verzeichnete die Stromerzeugung aus Windkraft. Auch deshalb trugen die erneuerbaren Energien um sechs Prozent weniger zur Energiebilanz im ersten Quartal 2021 bei. Die Beiträge der Photovoltaik und der Biomasse blieben stabil.
Der Erdgasverbrauch stieg dagegen um fast elf Prozent. Als Hauptursache nennt das Expertengremium die im Vorjahresvergleich deutlich kühlere Witterung sowie den Ersatz von Windstrom durch Strom aus Gaskraftwerken.
Stein- und Braunkohle mit Zuwachs
Auch die Kohle legte kräftig zu. Bei der Steinkohle registrierte die Arbeitsgemeinschaft einen Zuwachs um fast 15, bei der Braunkohle sogar um mehr als 26 Prozent. (ab)
