Der rot umrandete Ausschnitt zeigt die geplante Kraftwerkserweiterung.

Der rot umrandete Ausschnitt zeigt die geplante Kraftwerkserweiterung.

Bild: © EnBW

Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW hat den Zuschlag für die Vorhaltung eines "besonderen netztechnischen Betriebsmittels" (bnBm) mit einer Leistung von 300 Megawatt an die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) erteilt. Die EnBW wird dazu am Standort Marbach ein Gasturbinenkraftwerk mit einer Kapazität von 300 Megawatt errichten und betreiben.

Das besondere netztechnische Betriebsmittel wird nicht dem Markt zur Verfügung stehen, sondern wird ab dem 1. Oktober 2022 ausschließlich auf Anforderung der TransnetBW zur Wiederherstellung der Sicherheit und Zuverlässigkeit im Übertragungsnetz eingesetzt. 

Hintergrund

TransnetBW hat gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern Amprion und Tennet ab Ende Juni 2018 die besonderen netztechnischen Betriebsmittel (nach §11 Abs. 3 EnWG) im Umfang von insgesamt 1200 Megawatt technologieoffen und europaweit ausgeschrieben. Die Ausschreibung erstreckt sich über vier Regionen im Süden Deutschlands, in denen jeweils 300 Megawatt Kapazität vergeben werden. Nach intensiven Verhandlungen, so TransnetBW, habe man nun für Losgruppe B in Baden-Württemberg den Zuschlag erteilt.

Nach Angaben von EnBW ist eine ölbefeuerte, offene Gasturbinenanlage geplant. Ursprünglich ging der Konzern davon aus, dass die Entscheidung im April fallen würde. Bevor es an die Umsetzung geht, muss das Vorhaben zudem anschließend noch das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) durchlaufen.

Zuvor hatte Uniper Anfang Januar einen Zuschlag für ein solches Reservekraftwerk in Irsching von Tennet erhalten. Siehe dazu auch Uniper baut Gaskraftwerk für Tennet. (sg)

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