Wirtschaft und private Haushalte sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit weniger Energie ausgekommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierte sich der Verbrauch von Primärenergie um 1,7 Prozent auf 223 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen am Dienstag in Berlin nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Wäre das Wetter etwas wärmer gewesen, hätte der Rückgang sogar zwei Prozent betragen.
Unter den Energieträgern waren wegen günstiger Wetterbedingungen mit viel Wind und Sonne die erneuerbaren Energie der Gewinner. Sie legten um 4,0 Prozent zu und kamen damit auf einen Anteil von 15,2 Prozent im deutschen Energiemix. Bei der Windkraft gab es ein Plus von 18 Prozent und die Solarenergie legte um fünf Prozent zu. Stark rückläufig waren dagegen Braunkohle mit minus 18,4 Prozent und Steinkohle mit 15,1 Prozent. Das lag unter anderem an dem hohen Beitrag der Erneuerbaren sowie von Erdgas zur Stromerzeugung.
Mineralöl- und Gasverbrauch stieg leicht an
Der Verbrauch von Mineralöl erhöhte sich insgesamt um 1,3 Prozent. Der Erdgasverbrauch verzeichnete einen Zuwachs von fast drei Prozent. Die Kernenergie blieb stabil. Insgesamt ist die deutsche Energieversorgung zu rund 78 Prozent von den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Kohle abhängig. (dpa/ls)
