Der Bundesrat drängt auf höhere Ausschreibungsvolumen für Windenergieanlagen an Land.

Der Bundesrat drängt auf höhere Ausschreibungsvolumen für Windenergieanlagen an Land.

Bild: © Thaut Images Fotalia

Nur noch 110 Windenergieanlagen mit insgesamt 342 MW Leistung sind 2018 in NRW errichtet worden, das ergibt die Erneuerbare-Energien-Bilanz 2018 für Nordrhein-Westfalen. Laut dem Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) liegt der Rückgang bei der Windkraft  gegenüber 2017 bei 60 Prozent. Der Verband kritisiert vor allem die Verhinderungsmaßnahmen der Landesregierung. Mit geplanten Mindestabständen von 1500 Metern zu Wohngebieten sowie Versuchen, Windräder in Wirtschaftswäldern zu verhindern, würden Kommunen und die Branche nachhaltig verunsichert. Investitionen in neue Anlagen wandern laut Reiner Priggen, LEE-NRW-Vorsitzender, nun in andere Bundesländer oder ins Ausland ab.

Der Verband verweist darauf, dass für das Erreichen der Bundessziele jedes Jahr mindestens 700 MW Leistung zugebaut werden müsste, was etwa 175 Windrädern (mit vier MW pro Anlage) entspreche. Insgesamt sind in NRW  rund 3700 Windenergieanlagen mit 5800 MW Leistung am Netz.

Solarenergie

Auch beim nötigen Ausbau von Solaranlagen hakt es demnach. So gingen vergangenes Jahr 12.100 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 285 MW ans Netz – das sind fast 100 MW mehr als im Vorjahr. Insgesamt liefern damit gut 264.000 Solaranlagen mit einer Leistung von 4900 MW Energie. Der LEE NRW sieht allerdings ein Ausbauvolumen von 900 MW jährlich als möglich und auch als nötig an. Bei Bioenergie und Wasserkraft gebe es keine nennenswerten Zuwächse, so der Verband.

Verbands-Vorsitzender Priggen wertet zudem die angedachte Solar-Initiative der Landesregierung positiv. Das Kabinett beschloss kürzlich, die landeseigenen Gebäude mit Solaranlagen auszurüsten.  (sg)

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