Blackout am vergangenen Freitagabend: Rund eine Million Menschen waren in Teilen von England und Wales vorübergehend ohne Stromversorgung.

Blackout am vergangenen Freitagabend: Rund eine Million Menschen waren in Teilen von England und Wales vorübergehend ohne Stromversorgung.

Bild: © George Morgan/stock.adobe.com

Mindestens genauso wichtig wie die Bereitstellung von Regelleistung ist die Momentanreserve, wenn es darum geht, das Stromnetz stabil zu halten. Bislang können diesen Job allerdings nur Großkraftwerke übernehmen. Ein Forschungsprojekt der Hochschule Düsseldorf und der Firma Wind to Energy könnte das nun ändern.

Die beiden Partner wollen Windkraft- und PV-Anlagen und deren Umrichter so weiterentwickeln, dass sie die Zeit bis die Regelenergie bereitsteht überbrücken können. Derzeit sorgen die rotierenden Massen der Kohle- und Gaskraftwerke dafür, dass das Netz träger auf Frequenzschwankungen reagiert und verschaffen damit dem Netzbetreiber Zeit, um Energieerzeugung und -verbrauch in Einklang zu bringen.

Schwarzstartfähigkeit inklusive

Mit Hilfe einer neuen Regelungssoftware sollen Windkraftanlagen jedoch nicht nur in der Lage sein, Momentanreserve bereitzustellen, sondern das Netz nach einem Ausfall wieder aufzubauen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit 395.000 Euro. (ls)

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