Bis zum Jahr 2025 fallen rund 14 GW Windenergieleistung aus der EEG-Vergütung. Eine Möglichkeit möglichst viel Leistung am Netz zu halten, wäre das Repowering, allerdings wird das aufgrund von Abstandsregeln schwierig. Das legt eine neue Studie des Anlayseunternehmens Nefino im Auftrag der schweizer Alpiq nahe.
Insgesamt 8700 Anlagen mit über zehn GW fallen aus der EEG-Befristung und sind gleichzeitig von restriktiven Abstandsregeln betroffen, sodass die Ausweisung von Repowering-Flächen schwierig wird. 52 Prozent der betroffenen Standorte liegen in den vier nördlichen Bundesländern Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
Im Süden weniger Altanlagen dafür mehr Restriktionen
Diese Länder gehören zu den Frontrunnern im Windkraftausbau und stellen dementsprechend die kommenden Jahre den größten Anteil der Altanlagen. Im Vergleich dazu fallen in Süddeutschland weniger Anlagen bis 2025 aus der gesetzlichen Vergütung.
Dafür haben Bayern und Baden-Württemberg striktere Abstandsregen. Laut den Studienautoren können im Ländle lediglich 16 Prozent der Standorte modernisiert werden. Bei den bayerischen Nachbarn sind es sogar noch weniger.
Repoweringstrategie gefordert, Übergangslösung PPA
Der Bundesverband Windenergie (BWE) und andere Verbände und Unternehmen setzen sich daher im Rahmen des Gesetzgebungsverfahren zur EEG-Novelle dafür ein, die Hürden für Repowering-Vorhaben abzubauen. „Wir brauchen dringend eine Repoweringoffensive. Es kommt darauf an, die Flächen für neue Anlagen zu sichern. Hier stehen die Bundesländer in der Verantwortung. Um diesen die Zeit zu verschaffen, die Flächenplanung zu überarbeiten, braucht es eine zwei bis dreijährige Überbrückung für die Bestandsanlagen“, betonte Hermann Albers, BWE-Präsident erst jüngst.
Eine weitere Möglichkeit für Alt-Anlagenbetreiber ist die Finanzierung über PPAs. Vor allem die sogenannten Market PPAs, wonach der Strom an der Strombörse vermarktet wird, bieten sich durch ihre flexible Vertragsgestaltung als Überbrückungslösung für Repowering-Vorhaben an. Corporate PPAs hingegen könnten zwar Mehrerlöse bringen, sind allerdings sehr komplex in der Vertragsabwicklung. (lm)



