Die fehlende Flexibilität dieser Kraftwerke bestimmt maßgeblich die Höhe des konventionellen Erzeugungssockels. In den zurückliegenden Jahren haben einige Betreiber bereits in die Flexibilisierung ihrer Anlagen investiert. Weitere Investitionen der Kraftwerksbetreiber können den konventionellen Erzeugungssockel weiter verringern.

Die fehlende Flexibilität dieser Kraftwerke bestimmt maßgeblich die Höhe des konventionellen Erzeugungssockels. In den zurückliegenden Jahren haben einige Betreiber bereits in die Flexibilisierung ihrer Anlagen investiert. Weitere Investitionen der Kraftwerksbetreiber können den konventionellen Erzeugungssockel weiter verringern.

Bild: © Achim Lückemeyer/pixelio.de

Die Eigentümer des Gaskraftwerks Irsching 5 bei Ingolstadt, Uniper, N-Ergie, Mainova und Entega, haben der Bundesnetzagentur und dem Netzbetreiber TenneT zum vierten Mal die vorläufige Stilllegung des Kraftwerksblocks angezeigt. Nach derzeitiger Markteinschätzung seien auch für hocheffiziente Gaskraftwerke weiterhin keine geeigneten Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb über den Herbst 2020 hinaus gegeben, heißt es seitens Uniper.

Irsching 5 hat eine Leistung von 846 Megawatt und ging im Jahr 2010 in Betrieb. Mit einem Wirkungsgrad von 59,7 Prozent zählt es zu den modernsten Gaskraftwerken Europas. Es wird im Auftrag der Eigentümergesellschaften von der Uniper Kraftwerke GmbH betrieben. 

Auch Irsching 4 betroffen

Die Eigentümer zeigen daher erneut ihren Willen zur vorläufigen Stilllegung des Kraftwerks von Oktober 2020 bis Ende September 2021 an. Parallel dazu – und aus den gleichen Gründen – hat Uniper als alleinige Eigentümerin des Gaskraftwerks Irsching 4 ebenfalls die vorläufige Stilllegung dieses Blocks von Oktober 2020 bis Ende September 2021 angezeigt.

Das Kraftwerk mit 561 Megawatt Leistung ging 2011 in Betrieb und hat einen Wirkungsgrad von 60,4 Prozent. Die beiden Kraftwerksblöcke fallen unter die so genannte Netzreserveverordnung. Sie kommen ausschließlich dann zum Einsatz, wenn ihre Leistung zur Stabilisierung des Netzes gebraucht wird. Das ist dann der Fall, wenn das Netz in Süddeutschland wegen temporärer Engpässe gestützt werden muss. (ab)

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