Der Netzausbau hinkt in Deutschland stark hinter den Vorgaben her. Der Widerstand innerhalb der Bevölkerung gegen Neubauprojekte ist groß.

Der Netzausbau hinkt in Deutschland stark hinter den Vorgaben her. Der Widerstand innerhalb der Bevölkerung gegen Neubauprojekte ist groß.

Bild: © Uwe Schlick/pixelio.de

Drei niederländische Grenzprovinzen möchten erneuerbaren Strom mit angrenzenden deutschen Kommunen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nutzen.

Das niederländische Wirtschaftsministerium sei um eine dafür nötige Ausnahmegenehmigung gebeten worden, teilte die Provinz Limburg am Dienstag mit. Das Gesetz erlaubt bisher den grenzüberschreitenden Stromaustausch nur über Hochspannungsleitungen. Deshalb sei das Abstimmen von Angebot und Nachfrage bei Ökostrom zwischen Grenzgemeinden nicht möglich.

Drei Modellprojekte

Konkret geht es um drei Modellprojekte. Das niederländische Emmen und die Stadt Haren (Ems) haben bereits eine Smart-Energy-Region gegründet und wollen mit einer Verbindung der regionalen Netze Solar- und Windstrom aus der Region effizienter nutzen und Kapazitätsprobleme in den Stromnetzen ausgleichen.

Der Grenzort Losser und die Stadt Bad Bentheim wollen einen gemeinsamen Energiepark entwickeln und die Stromerzeugung aus regenerativen Energien aufeinander abstimmen. Und die niederländische Grenzstadt Kerkrade möchte grünen Strom aus dem Energiepark Nivelsteiner Sandwerke im angrenzenden Herzogenrath nutzen. (dpa/sg)

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