Der Industriestrom-Preisvergleich des Verbandes VEA vom Juli 2018 umfasst auf Jahresbasis 50 große Netzgebiete in Deutschland. Die Reihenfolge basiert auf dem nicht gewichteten Schnitt von 15 Abnahmefällen in der Mittelspannung. Nicht enthalten: Strom- und Mehrwertsteuer.

Der Industriestrom-Preisvergleich des Verbandes VEA vom Juli 2018 umfasst auf Jahresbasis 50 große Netzgebiete in Deutschland. Die Reihenfolge basiert auf dem nicht gewichteten Schnitt von 15 Abnahmefällen in der Mittelspannung. Nicht enthalten: Strom- und Mehrwertsteuer.

Grafik: © VEA Bundesverband der Energie-Abnehmer

Die Industriestrom-Preise folgen stärker als der Haushaltsstrom der Entwicklung der Großhandels-Notierungen, und die sind in den vergangenen zwölf Monaten um 23 Prozent gestiegen – das zeigt auch der aktuelle Preisvergleich des Großverbraucher-Verbandes VEA. Demnach müssen auf der Mittelspannungsebene versorgte Unternehmen im Schnitt von 50 großen deutschen Netzgebieten 6,9 Prozent mehr für ihre Elektrizität bezahlen. Auch die Mittelspannungs-Netzentgelte trügen zu dem Anstieg bei, berichtete der VEA am Donnerstag. Sie seien im Mittel um 4,0 Prozent gestiegen.

Hauptgeschäftsführer Volker Stuke beklagte mit Bezug auf das Erneuerbare-Energien- und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz: „Durch die gesetzlichen Änderungen im Zuge der Energiewende müssen Industriekunden zusätzlich etwa noch EEG- und KWKG-Umlagen schultern."

In Köln am günstigsten, im Osten am teuersten

Nach wie vor unterscheiden sich die Preise regional stark in ihrer Höhe – was im Wesentlichen an den unterschiedlich hohen Netzentgelten und dies wiederum teilweise an unterschiedlich weit abgeschriebener Infrastruktur liegt: Im Gebiet der Rheinischen Netzgesellschaft in der Kölner Bucht schlossen die Mittelspannungs-Kunden für 15,14 Cent pro kWh bundesweit bei verschiedenen, anonymisierten Lieferanten am günstigsten ab. Im Netz der Wemag in Westmecklenburg und der Prignitz ist Industriestrom mit 18,55 Cent pro kWh am teuersten. Das Delta zwischen den beiden Netzgebieten beträgt 22,5 Prozent. Die Industrie zahlt in Ostdeutschland im Schnitt 17,08 Cent pro kWh – ein halbes Cent oder 3,3 Prozent mehr in den alten Bundesländern (16,54 Cent pro kWh).

Den größten Preisanstieg verzeichnen große Gewerbe- und kleine Industriekunden bei Neuabschlüssen verschiedener, anonymisierter Lieferanten in Rostock: plus 12,4 Prozent, gefolgt von Bochum mit 11,8 Prozent und Bremen mit 11,4 Prozent. Die geringste Erhöhung gibt es im Netz der Wemag mit 2,9 Prozent und in Ostsachsen bei der Enso Netz mit 3,7 Prozent.

VEA-Methodik

Der VEA-Preisvergleich erfasst traditionell 50 große Netzgebiete in Deutschland. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 Mittelspannungs-Abnahmefälle. Nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer. (geo)

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