Es ist die bisher größte Kooperation der Stadtwerkeallianz Trianel im Bereich Onshorewind: Die Gesellschaft hat elf Windparkprojekte in Deutschland erworben und wird diese über die Tochter Trianel Erneuerbare Energien (TEE) gemeinschaftlich mit dem Verkäufer Abo Wind entwickeln (die ZfK berichtete). "Für die TEE ist das Portfolio besonders interessant, da sich ein Teil der Projekte bereits in einem sehr fortgeschrittenen Planungsstadium befindet", sagt Herbert Muders, Bereichsleiter Projektentwicklung Onshore bei der Trianel GmbH auf ZfK-Anfrage. Erste Realisierungen würden zeitnah erwartet.
"Unterschiedliche Windhöffigkeiten"
"Es handelt sich um ein regional gut diversifiziertes Portfolio, welches ein ausgewogenes Verhältnis an unterschiedlichen Windhöffigkeiten aufweist. Hier ist auch unsere Handelskompetenz wesentlich, aus der wir die Bieterstrategien für die Zuschlagswerte ableiten", so Muders weiter. Er geht davon aus, dass die TEE angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen künftig häufiger derartige größere Kooperationen eingehen werde. "Trianel steht in engem Austausch mit vielen Projektentwicklern und Partnern, um über Lösungen für die weitere Entwicklung der Erneuerbaren für ein Post-EEG, aber auch für die in den kommenden Jahren aus der EEG-Vergütung gehenden Anlagen zu sprechen. Da liegt es nache, auch zu kooperieren."
Kooperative Ansätze im Ausschreibungsmodell würden eine vielversprechenden Ansatz bieten, um gemeinschaftlich eine Wettbewerbssituation zu stärken und Lösungen für die künftigen Marktherausforderungen zu bieten. "175 MW im TEE-Portfolio sind in Betrieb und wir haben bereits eine Fülle an Windparks und PV-Freiflächenanlagen mehr in der Entwicklung", sagt Muders. Damit lege man nicht nur den Grundstein, die TEE weiter mit wirtschaftlichen Projekten zu füllen, sondern auch um etwaige Nachfolgegesellschaften ins Leben zu rufen und so "unsere Aktivitäten" im Bereich der Erneuerbaren weiter auszubauen.
"Team der TEE und der Trianel spielt in der Bundesliga"
Das Team der TEE und der Trianel "macht eine grandiosen Job und spielt in der Bundesliga". Weil das Projektgeschäft wächst, wird auch der Personalbestand in der Projektentwicklung der Trianel weiter ausgebaut. "Gute Leute sind willkommen", versichert der Bereichsleiter. Im laufenden Jahr sollen zwei neue Stellen in der Projektentwicklung besetzt werden, im kommenden Jahr sogar vier. Aktuell arbeiten in diesem Bereich 18 Mitarbeiter. Die Projektentwicklung war im Geschäftsjahr 2017 die ertragsstärkste Säule der Trianel, noch vor dem Midstreamgeschäft (unter anderem Handel und Portfoliomanagement). (hoe)

Herbert Muders ist Bereichsleiter Projektentwicklung Onshore bei der Trianel GmbH.
Bild: © Trianel
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