Das Windrad auf dem 70 Meter hohen Münchner Müllberg im Stadtteil Fröttmaning ist bereits 1999 errichtet worden. Es fällt damit Ende 2020 aus der gesetzlichen Förderung. Es erzeugt jährlich bei durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 5,3 bis 5,6 Meter pro Sekunde 1,8 Mio. kWh Strom, der von den Stadtwerken München vermarktet wird. Im Hintergrund ist die Allianz-Arena zu erkennen.

Das Windrad auf dem 70 Meter hohen Münchner Müllberg im Stadtteil Fröttmaning ist bereits 1999 errichtet worden. Es fällt damit Ende 2020 aus der gesetzlichen Förderung. Es erzeugt jährlich bei durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 5,3 bis 5,6 Meter pro Sekunde 1,8 Mio. kWh Strom, der von den Stadtwerken München vermarktet wird. Im Hintergrund ist die Allianz-Arena zu erkennen.

Bild: © Nick Frank/SWM

Die Rede war schon lange davon, nun ist es soweit: München bekommt eine zweite Windkraftanlage. Damit bekommt München gut 20 Jahre, nachdem 1999 auf dem Fröttmaninger Berg das erste Öko-Wahrzeichen in Betrieb ging, sein zweites, weithin sichtbares Aushängeschild für klimafreundliche Windkraft, teilen die Stadtwerke München (SWM) mit. Die neue Windkraftanlage steht in Sichtweite zur ersten, ebenfalls in erhöhter Lage auf einer ehemaligen Deponie des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM).

Die neue Anlage soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, sie liefert Energie für etwa 2800 Haushalte. Aktuell wird die Kabeltrasse gezogen, als nächstes stehen die Fundamentarbeiten auf dem Gelände der Deponie Nord-West in Freimann an, so die SWM.

Aufwendige Vorarbeiten

Der AWM hat im März die abfallrechtliche Genehmigung für die Oberflächenabdichtung der Deponie Nord-West erhalten. Das war die Grundvoraussetzung für die SWM, um mit der Errichtung der Windkraftanlage beginnen zu können. Die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSch) lag seit April 2014 vor. Darin war eine aufschiebende Bedingung enthalten, die den Abschluss des abfallrechtlichen Verfahrens für die Oberflächenabdichtung enthielt.

Parallel vergaben die SWM den Auftrag für Fundament und Anlagentechnik und nahmen erfolgreich 2018 an der Ausschreibung Windenergie an Land der Bundesnetzagentur teil. Nachdem die Anlage voraussichtlich im vierten Quartal in Betrieb gehen kann, folgen noch Restarbeiten: Die Oberflächenabdichtung wird in mehreren Abschnitten fertiggestellt.  (hp)

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