Möchte die Deckelung der Förderung von PV-Anlagen aufheben: Josef Hasler.

Möchte die Deckelung der Förderung von PV-Anlagen aufheben: Josef Hasler.

Bild: @ N-Ergie

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen befürchtet, dass bereits im ersten Halbjahr 2020 die Förderung von neu installierten Photovoltaik-Anlagen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) enden könnte. Das EEG sieht vor, die finanzielle Unterstützung von PV-Neuanlagen mit einer Leistung von bis zu 750 Kilowatt dann zu beenden, wenn alle nach dem EEG geförderten Anlagen eine installierte Gesamtleistung von 52 Gigawatt erreichen.

„Diese Deckelung muss rasch erhöht werden“, fordert Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender des Nürnberger Regionalversorgers N-Ergie. „Die im Bayerischen Energiedialog 2018/2019 vereinbarte Erhöhung der PV-Leistung von zwölf auf rund 32 Gigawatt bis 2030 ist der richtige Ansatz. Dieses Ziel kann jedoch ohne Förderung nicht erreicht werden. Wird die Deckelung beibehalten, ist die vom Bayerischen Wirtschaftsminister ausgerufene dezentrale Energiewende ernsthaft gefährdet.“

Freiflächen-Anlagen allein reichen nicht

Hasler verweist darauf, dass Eigenheimbesitzer ohne Unterstützung allenfalls noch sehr kleine Solaranlagen für den Selbstverbrauch installieren werden. „Die geplante massive Erhöhung der PV-Leistung in Bayern kann aber nicht allein durch Freiflächen-Anlagen erzielt werden. Deshalb ist es für die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten prinzipiell richtige Deckelung zum jetzigen Zeitpunkt noch deutlich zu früh“, erklärt Hasler. Seine Forderung bedeutet, dass über die Förderung von PV-Anlagen grundsätzlich neu nachgedacht werden müsste. (sig)

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