Der EnviaM-Vorstand: (von links) Andreas Auerbach, Stephan Lowis, Ralf Hiltenkamp

Der EnviaM-Vorstand: (von links) Andreas Auerbach, Stephan Lowis, Ralf Hiltenkamp

Bild: © EnviaM

Vor dem Hintergrund der Insolvenz der Bayerischen Energieversorgung (BEV) hat der ostdeutsche Energiedienstleister EnviaM die höheren Preise bei Grundversorgern verteidigt. Es sei grundsätzlich richtig, dass die Kunden in der Ersatzversorgung mehr für Strom und Gas zahlen müssten als bei ihrem bisherigen Anbieter, sagte EnviaM-Vertriebsvorstand Andreas Auerbach am Donnerstag. Kunden könnten jedoch die Ersatzversorgung durch die Wahl eines anderen Anbieters wieder beenden.

Der Billiganbieter BEV hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet. Davon waren rund 500.000 Kunden betroffen. 2017 war Care Energy Pleite gegangen, davor Flexstrom (Berlin) und Teldafax (Troisdorf) mit jeweils mehreren 100.000 Kunden. In solchen Fällen springen örtliche oder regionale Grundversorger ein, damit Haushalte und Gewerbe weiter mit Strom und Gas beliefert werden.

"Kein Klacks, tausende Kunden zu übernehmen" 

Auerbach kritisierte, dass die Schlüsselrolle der Grundversorger für eine zuverlässige Energiebelieferung von der breiten Öffentlichkeit zu wenig anerkannt werde. "Es ist für die Grundversorger kein Klacks, von einer Sekunde auf die andere wie im Fall BEV für tausende Kunden die Strom- und Gasversorgung zu übernehmen."

EnviaM habe als regionaler Energiedienstleister die Grundversorgung von rund 11.000 ehemaligen Privat- und Gewerbekunden der BEV übernommen. Das in Chemnitz ansässige, mehrheitlich zur RWE-Tochter Innogy gehörende Unternehmen versorgt in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg mehr als 1,3 Mio. Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Energie-Dienstleistungen. (dpa/hil)

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