Auch dank eines Biomasse-Heizkraftwerkes erzeugen die Stadtwerke Neustrelitz (Brandenburg) einen hohen Anteil von erneuerbarer Wärme und von erneuerbarem Strom.

Auch dank eines Biomasse-Heizkraftwerkes erzeugen die Stadtwerke Neustrelitz (Brandenburg) einen hohen Anteil von erneuerbarer Wärme und von erneuerbarem Strom.

Bild: © Andrei Merkulov/AdobeStock

Die Residenzstadt Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) deckt ihre Strom- und Wärmeversorgung bereits zu 90 Prozent über erneuerbare Energiequellen. Auch dadurch konnte die Stadt jetzt die Anerkennung als "Staatlich anerkannter Erholungsort" erlangen, wie Stadtverwaltung und Stadtwerke mitteilten.

Der im Vergleich zu anderen Kommunen hohe Öko-Anteil werde vor allem durch ein Biomasseheizkraftwerk, in dem Holzhackschnitzel verbrannt werden, und zwei Solarparks auf ehemaligen Militärflächen erreicht. Dazu kämen Biogasanlagen und private Photovoltaikanlagen. Auch wegen dieser Entwicklung sei Neustrelitz Standort des vor zehn Jahren eröffneten Landeszentrums für erneuerbare Energien.

Heizkraftwerk deckt 43 Prozent

Allein durch das Heizkraftwerk, das 2006 den Betrieb aufnahm, würden 43 Prozent des Wärmebedarfs der etwa 21.000 Einwohner abgedeckt und insgesamt 14.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart. In dem Kraftwerk werden Hackschnitzel aus Restholz der Wälder sowie Baum- und Strauchschnitt verwertet. Die Solaranlagen entstanden auf Militärflächen, die bis 1993 von der Roten Armee genutzt worden waren.

Die Region Neustrelitz bis Fürstenberg in Brandenburg war in der DDR-Zeit einer der größten Standorte der sowjetischen Armee in Ostdeutschland. Die Soldaten waren 1993 abgezogen. Das Landesökozentrum hatte zuletzt rund 10.000 Besucher im Jahr. (dpa/jk)

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