Am 21. März ist auf 25 Hektar eines Industriegebiets Baubeginn für den Solarpark "Zuyderzon Almere" in den Niederlanden.

Am 21. März ist auf 25 Hektar eines Industriegebiets Baubeginn für den Solarpark "Zuyderzon Almere" in den Niederlanden.

Bild: © Pfalzsolar

Mit einem Zubau von 1,3 GW neuer Photovoltaikanlagen zählten die Niederlande 2018 zu den am stärksten wachsenden Solarmärkten in Europa. Für dieses Jahr rechnet Jaap Barsma, Präsident der Branchenvereinigung Holland Solar mit einer Verdopplung des Zubaus auf rund 2,5 GW, wie er vergangene Woche beim Solarpower Summit in Brüssel sagte. Derzeit befänden sich Solarprojekte mit insgesamt über 8 GW in Planung.

Als Markttreiber sieht Baarsma weitere sinkende Solarstromkosten, eine hohe Akzeptanz, staatliche Ausschreibungen und Förderprogramme sowie Klimaschutzziele. "Die Niederlande zählen schon seit 2016 zu unseren Kernmärkten. Der niederländische Photovoltaikmarkt verzeichnet in den letzten Jahren ein starkes Wachstum, nicht zuletzt bedingt durch ein sinnvolles staatliches Fördersystem und eine klare Zielsetzung der niederländischen Regierung in Sachen Klimaschutz", sagt auch Pfalzsolar-Sprecherin Kim Wittmer gegenüber der ZfK. Das Ludwigshafener Unternehmen ist dort als Projektentwickler und Generalunternehmer aktiv und errichtete seit 2016 schon zahlreiche größere PV-Dach- und Freiflächenanlagen. Der Solarpark Zuyderzon Almere in der Provinz Flevoland ist mit einer Leistung von 34 Megawatt (MW) das mit Abstand bisher größte Projekt.

Zuschlag im Rahmen einer Ausschreibung erhalten

Die Ludwigshafener hatten sich im vergangenen Jahr im Rahmen einer Ausschreibung gegen zahlreiche internationale Mitbewerber durchgesetzt und den Zuschlag für die Realisierung des Großprojekts erhalten. Die Ausschreibung hatte die HVC-Gruppe, einer der größten nicht-kommerziellen Abfallwirtschaftsbetriebe in den Niederlanden, zusammen mit dem Unternehmen Sunwatt initiiert. Am 21. März fällt der Startschuss für die viermonatige Bauzeit. Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhält der Betreiber Zuyderzon Almere, eine Projektgesellschaft der HVC Gruppe und von Sunwatt, einen nach dem niederländischen Förderprogramm SDE+ festgelegten Vergütungssatz.

Lars Josten, Geschäftsführer bei Pfalzsolar, sieht in dem Projekt einen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit HVC. Er verweist darauf, dass Pfalzsolar in den vergangenen Monaten im Auftrag der HVC-Gruppe bereits drei Solarparks mit einer Gesamtleistung von 9 MW auf stillgelegten Deponien errichtete. HVC betreibt neben eigenen Photovoltaikanlagen auch Windparks und Geothermie-Kraftwerke.

Spannendes Referenzprojekt für weitere Großprojekte

Die Freiflächenanlage entsteht in einem Industriegebiet auf einer Fläche von 25 Hektar. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit der dem Meer abgerungenen Fläche ist für die Unterkonstruktion eine hohe Rammtiefe erforderlich. Darüber hinaus musste im Anlagendesign die permanente Entwässerung des Bodens mittels Drainagen berücksichtigt werden, da die Fläche 4 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.

"Der Solarpark Almere ist für uns im internationalen Umfeld ein spannendes Referenzprojekt, in das unser Know-how und unsere Erfahrung in der Planung und im Bau von Solar-Großprojekten einfließen. Davon versprechen wir uns einerseits, unsere bereits sehr gute Partnerschaft mit HVC weiter voran zu bringen und andererseits die Chance auf weitere, spannende Projekte dieser Größenordnung", sagt Wittmer. In Vorbereitung seien auch Großprojekte für PV-Dachanlagen, zudem sei Pfalzsolar in den Niederlanden auch im Bereich der PV-Anlagen für Privathäuser aktiv. (hcn)

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