Sonnen bietet künftig einen noch leistungsfähigeren Batteriespeicher an. Dies ermöglicht unter anderem einen höheren Eigenverbrauch für die Haushalte

Sonnen bietet künftig einen noch leistungsfähigeren Batteriespeicher an. Dies ermöglicht unter anderem einen höheren Eigenverbrauch für die Haushalte

Bild: © Sonnen

Sonnen und Next Kraftwerke haben eine Zusammenarbeit zur Lieferung von Primärregelleistung (FCR – Frequency Containment Reserve) vereinbart, um dem Stromnetz noch mehr gebündelte Reservekapazität aus vernetzten Batterieheimspeichern bereit zu stellen. Dazu nutzen die Unternehmen Reservegruppen, die je eine Leistung von zwei Megawatt bündeln.
 
Im Rahmen der Kooperation übernimmt Sonnen die Aggregation, Steuerung und Verfügbarkeitsberechnung der flexiblen Batterieleistung, während Next Kraftwerke als Marktpartner die sichere Anbindung des Batterieschwarms an die Leitstellen der Übertragungsnetzbetreiber und Regelenergiemärkte sowie die Gebote und deren Abrechnung verantwortet.

Reservegruppen bündeln Kleinstanlagen

Beide nutzen damit die erst kürzlich eingeführte und von Sonnen erstmals praktisch umgesetzte Möglichkeit der Bildung von Reservegruppen. Diese sollen eine sichere und kosteneffiziente Bündelung von Kleinstanlagen bis 25 kW ermöglichen, damit auch diese ihren Beitrag an den Regelleistungsmärkten für eine Stabilisierung des Stromnetzes leisten können.

Ausweitung geplant

Nach einer erfolgreichen Testphase sollen weitere Heimspeicher aggregiert und am FCR-Markt angeboten werden. Zudem soll geprüft werden, ob die aggregierte Reservekapazität auch auf weiteren Märkten angeboten werden kann. Dafür kommen sowohl weitere Regelzonen im europäischen Ausland als auch die Einbeziehung weiterer Reserveprodukte wie Sekundärregelleistung oder Minutenreserve in Frage, teilten beide Unternehmen mit.
 
„Unser Pool aus vernetzten Stromspeichern hat sich in den letzten beiden Jahren erfolgreich am Markt für Primärregelleistung bewährt und kann damit erstmals Aufgaben im Stromnetz übernehmen, die bisher Großanlagen vorbehalten waren", sagt Jean-Baptiste Cornefert, Managing Director Sonnen eServices. Mit ausschlaggebend für die Kooperation sei gewesen, dass Next Kraftwerke einen Zugang zu den internationalen europäischen Regelenergiemärkten aufweisen konnte. (sg)

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