Bild: © BlackMac/Adobe Stock

Die Städtischen Werke aus Kassel haben sich mit drei Bürgergesellschaften dem Windkraftausbau in Südniedersachsen verschrieben. Die Verträge zwischen dem Versorger und der Bürgergesellschaft Windkraft Diemarden aus Friedland, Windkraft Solling-Vorland und Windkraft EVA 1 aus Göttingen wurden bereits im Juli geschlossen.

Der Vorstandsvorsitzende der Städtischen Werke Michael Maxelon betont: „Die drei Bürgergesellschaften sind in der Region fest verwurzelt. Durch ihre vielen Mitglieder und ihre erfolgreiche Arbeit haben sie einen hervorragenden Kontakt zu den Menschen vor Ort und wissen, wie man Akzeptanz schafft und mit ins Boot holt.“

Weitere Gesellschaften können sich anschließen

Georg Jentschke, Sprecher Kooperationsrat Bürgerenergie Göttinger Land, ergänzt: „Mit den Städtischen Werken haben wir einen Partner aus der näheren Umgebung gewonnen, der vor allem mit großen Projekte Erfahrung hat und weiß, wie die aktuellen Genehmigungsverfahren laufen. So können wir die beiden Potenzialflächen Holzerode und Obernfeld gemeinsam erfolgreich entwickeln.“

Neben den drei Bürgergesellschaften könnten sich weitere anschließen. So sei eine Ausweitung der Zusammenarbeit nach Angaben der Beteiligten möglich. Gespräche würden bereits mit der „Windrad Radolfshausen“ laufen. Die formalen Beschlüsse stehen hier noch aus.

Insgesamt wurden über 40 Anlagen realisiert 

Alle Projektpartner haben bereits viel Erfahrung in der Windkraftprojektierung. Die Städtischen Werke haben seit 2013 rund um Kassel vier Windparks mit insgesamt 29 Anlagen gebaut. Hierüber werden circa 74.000 Haushalte mit Strom versorgt.

Die drei Bürgergesellschaften waren sogar noch vor den Städtischen Werken in der Branche aktiv. Das erste Projekt wurde von der Windkraft Diemarden bereits 1993 realisiert. Die drei Gesellschaften mit rund 500 Mitgliedern betreiben bis heute 13 Anlagen. (lm)

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