So wird die neue Höchstspannungsleitung durch Berlin verlaufen.

So wird die neue Höchstspannungsleitung durch Berlin verlaufen.

Grafik: © 50Hertz

Eine Tunnelbohrmaschine arbeitet ab 2020 unter der Berliner Innenstadt hindurch. Nach mehreren Jahren Vorbereitung soll voraussichtlich im Frühjahr der Bau der sieben Kilometer langen Röhre für eine neue Höchstspannungsleitung beginnen.

50Hertz spricht von der wesentlichen "Schlagader" für die Stromversorgung der Stadt. Begonnen wird der Neubau an der Rudolf-Wisselbrücke der Stadtautobahn im Norden Charlottenburgs. Der befahrbare Tunnel bis zum Umspannwerk Mitte in der Bissingzeile nahe dem Potsdamer Platz soll 2028 fertig sein.

Rund 130 Mio. Euro

Die sogenannte Kabeldiagonale durchquert Berlin von Spandau über Mitte bis Marzahn. Das Erdkabel im westlichen Abschnitt stammt aus den 70-er Jahren und ist sanierungsbedürftig. Zudem steigt die Auslastung, weil immer mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse durchgeleitet wird. Die Schweizer Baufirma Implenia bezifferte das Auftragsvolumen für den neuen Abschnitt auf rund 130 Mio. Euro.

Das Unternehmen hatte vor kurzem von 50Hertz den Auftrag erhalten. Es baut auch den neuen Abschnitt der U-Bahn-Linie U5 Unter den Linden, dessen Röhren nach demselben Prinzip gebohrt wurden. Während sich jedoch für die U-Bahn-Linie eine Tunnelbohrmaschine mit einem 6,70-Meter-Schneidrad durch den Untergrund fräste, genügen für den Stromtunnel etwa 3,60 Meter. (dpa/ab)

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