Im vergangenen Jahr ermittelte Stromnetz Hamburg seinen CO2-Fußabdruck: Rund 11.500 Tonnen, exklusive der nicht beeinflussbaren Netzverluste und Tiefbaumaterialien war das Ergebnis. Von dieser Menge wurden erstmals im April zehn Prozent, also 1100 Tonnen CO₂ durch ein Klimaschutzprojekt kompensiert und klimaneutral gestellt, teilte der Netzbetreiber nun mit.
„Unsere Klimaschutzstrategie sieht vor, dass der Kompensationsanteil ab jetzt jährlich steigt, bis wir im Jahr 2025 die 100 Prozent unserer CO₂-Emissionen, exklusive Netzverluste und Tiefbaumaterialien, kompensieren und somit ein klimaneutraler Verteilnetzbetreiber sein werden. Seit Jahren verfügen wir über ein umfassendes Umwelt- und Energiemanagementsystem, das alle umweltbezogenen Daten auswertet und CO₂-Einsparungen berechnet. Mit der neuen Klimaschutzstrategie liegt jetzt eine nachhaltige Gesamtkonzeption vor, auf deren Basis kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der CO₂-Emissionen geplant werden können“, erklärte dazu Thomas Volk, Geschäftsführer von Stromnetz Hamburg GmbH.
Der Netzbetreiber hat seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Wahl des Klimaschutzprojekts überlassen. Die Mehrheit votierte für die Maßnahme "Saubere Kochöfen" in Honduras. Dabei geht es darum, einkommensschwachen Haushalten Zugang zu hochwertigen, sauberen Kochherden zu verschaffen. Denn vier Millionen Menschen kochen dort noch traditionell auf offenen Feuerstellen. Dabei hat die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberen Kochmethoden, 89 Prozent davon leben im ländlichen Raum. 65 Prozent der Energie im Land stammt aus Brennholz, was zu einer der höchsten Entwaldungsraten Lateinamerikas beigetragen hat, heißt es auf der zugehörigen Website.
Ziel sei es, als einer der ersten Stromnetzbetreiber Deutschlands seine Treibhausgasemissionen so weit wie möglich zu reduzieren und unvermeidbare Emissionen durch anerkannte Klimaschutzprojekte auszugleichen. (sg)
