Der Trassenkorridor für den ersten Abschnitt des SuedLinks steht – zumindest für die nördlichsten 100 Kilometer der Gleichstromleitungen. So soll der Korridor 1000 Meter breit sein und die beiden geplanten Übertragungsleitungen, mit Ausnahme der Anbindung an den Netzverknüpfungspunkt Brunsbüttel, sollen als Erdkabel verlegt werden.
Die Bundesnetzagentur folgt in ihrer Festlegung weitestgehend dem Vorschlag der Vorhabenträger Tennet und TransnetBW. In diesen Vorschlag waren bereits Ergebnisse der Antragskonferenzen und Anforderungen der Bundesnetzagentur eingeflossen. Lediglich bei Burweg wurde eine geringfügige Verschwenkung des Trassenkorridors aufgrund von Hinweisen aus der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung vorgenommen.
Planfeststellung folgt
Nach Abschluss der Bundesfachplanung für den ersten Abschnitt folgt nun das Planfeststellungsverfahren. In diesem Genehmigungsschritt werden der genaue Leitungsverlauf innerhalb des Trassenkorridors und die technische Umsetzung der Stromleitung festgelegt. Tennet hat den Antrag auf Planfeststellung nach Kenntnissen der Bundesnetzagentur bereits parallel zum Bundesfachplanungsverfahren vorbereitet und dürfte diesen in Kürze einreichen.
Für die weiteren Teilabschnitte werden ebenfalls die Bundesfachplanungsentscheidungen vorbereitet und gegebenenfalls weitere notwendige Verfahrensschritte durchgeführt, um für das Gesamtvorhaben zügig die Planfeststellungsverfahren zu beginnen.
Zwei GW pro Leitung
Der SuedLink ist, neben Korridor A und SuedOstLink, eine von drei Gleichstromverbindungen von Norden nach Süden. Die beiden Leitungen mit einer Übertragungskapazität von jeweils 2 GW verlaufen von Brunsbüttel nach Großgartach bzw. von Wilster nach Bergrheinfeld/West. Das Vorhaben von Brunsbüttel nach Großgartach besteht aus fünf, das Vorhaben von Wilster nach Bergrheinfeld/West aus vier Teilabschnitten. Die Inbetriebnahme des SuedLinks wird für das Jahr 2026 angestrebt. (ls)



