Geschäftsführer Frank Thiel illustriert plastisch das neue Preismodell "Ökostrom 2-1-0" der Stadtwerke Bochum.

Geschäftsführer Frank Thiel illustriert plastisch das neue Preismodell "Ökostrom 2-1-0" der Stadtwerke Bochum.

Bild: © Stadtwerke Bochum

Anfang Juni hat der Bochumer Stadtrat den Klimanotstand ausgerufen. Die Stadtwerke Bochum nehmen das zum Anlass für die Einführung des neuen Preismodells „Ökostrom 2-1-0“. Das Ziel: Jeder Bochumer soll dazu beitragen können, die Stromversorgung in der Stadt auf Ökostrom aus Wasserkraft umzustellen. Jeder Kunde könne selbst entscheiden, welchen monatlichen Beitrag er für den Ökostrombezug aufbringen möchte: Ob zwei Euro, ein Euro oder 0 Euro zusätzlich zu jedem laufenden Stromvertrag, heißt es in der Pressemitteilung des Kommunalversorgers.

"Ohne Zuzahlung Teil unserer Klimaschutz-Initiative werden"

"Wir als Stadtwerke wollen unseren Beitrag leisten, um die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren und den Strombezug auf erneuerbare Energien umzustellen", erklärt Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum. Jeder Kunde, der Ökostrom von den Stadtwerken beziehen möchte, solle dazu die Möglichkeit haben. Entweder für 0 Euro oder wie bisher für ein Euro mehr im Monat. Kunden, die bereit sind, einen größeren Beitrag zu leisten, zahlen 2 Euro pro Monat. "So können auch Bochumer ohne Zuzahlung Teil unserer Klimaschutz-Initiative werden", so Thiel. Die Kunden können sich über die Homepage der Stadt oder die Stadtwerke Bochum App für eine Option entscheiden.

"Gemeinsam die Stromerzeugung umbauen"

Das kommunale Unternehmen kaufe den Ökostrom dann aus TÜV-zertifizierten, norwegischen Wasserkraftwerken ein und lasse ihn in das deutsche Stromnetz einspeisen. "Je mehr Menschen Ökostrom beziehen, desto mehr Erzeugungsanlagen werden geschaffen. Gemeinsam können wir die Stromerzeugung in Europa umbauen", unterstreicht der Stadtwerke-Geschäftsführer. Auch die Stadtwerke Bochum investieren weiter in erneuerbare Energien. Die zweite Ausbaustufe des Trianel Windparks vor Borkum befindet sich aktuell im Bau. Nach Inbetriebnahme aller in Bau befindlichen Anlagen wird das Unternehmen eine Erzeugungsleistung von rund 115 MW im Portfolio haben. In den kommenden Jahren will der Versorger noch einmal rund 120 Mio. Euro in Erneuerbare investieren.

Umweltfreundlichen Strom-Anteil ausbauen

In ihrem Strommix setzen die Stadtwerke Bochum schon jetzt vorrangig auf erneuerbare Energien. Der umweltfreundliche Anteil am Strommix des Bochumer Energieversorgers liege gemäß Stromkennzeichnung bereits bei 42,6 Prozent. Darunter sind 35,3 Prozent erneuerbare Energien gefördert aus der EEG-Umlage und weitere 7,3 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft. "Diesen Anteil wollen wir weiter ausbauen. Mit dem Ökostrom 2-1-0 hat jeder Kunde die Möglichkeit, die Zusammensetzung des Strommixes zu beeinflussen und gemeinsam mit den Stadtwerken für ein besseres Klima zu sorgen", so Geschäftsführer Frank Thiel. (hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper