Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, und Jürgen Hohmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum, freuen sich über die Ökostrom-Kooperation.

Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, und Jürgen Hohmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum, freuen sich über die Ökostrom-Kooperation.

Bild: © Sparkasse Bochum

Anfang Oktober haben die Stadtwerke Bochum das neue Preismodell "Ökostrom 2-1-0" eingeführt.. Das Ziel: Jeder Bochumer soll dazu beitragen können, die Stromversorgung in der Stadt auf Ökostrom aus Wasserkraft umzustellen.  Das Angebot wird rege genutzt, innerhalb der vergangenen zehn Wochen haben über 3.500 Bochumer sich für eine Umstellung auf Erneuerbarenstrom entschieden. Das teilen die Stadtwerke auf ZfK-Anfrage mit. Der jüngste Vertriebserfolg: Auch die Sparkasse Bochum wird ihre Hauptverwaltung und ihre 45 Bochumer Filialen ab kommendem Jahr komplett mit dem  Strom aus norwegischer Wasserkraft versorgen lassen.

Angestoßen wurde das neue Preismodell in Bochum durch die Ausrufung des Klimanotstands Ende Juni. Die Stadt verabschiedete gleichzeitig einen Katalog an Maßnahmen, um Klimaschutz und Energieeffizienz zu verbessern. Eine dieser Maßnahmen ist es, den Ökostrom-Anteil im Strommix weiter zu erhöhen. Jeder Kunde der Stadtwerke kann selbst entscheiden, welchen monatlichen Beitrag er für den Ökostrombezug aufbringen möchte: Ob zwei Euro, ein Euro oder 0 Euro zusätzlich zu jedem laufenden Stromvertrag.

"Aktion mit Vorbildcharakter"

Allein die Sparkasse Bochum verbraucht im Jahr rund 4,6 Mio. Kilowattstunden. Durch die Umstellung werden rund 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. "Mit der Umstellung auf Ökostrom möchten wir zur Verbesserung der Bochumer Klimabilanz beitragen“, betont Jürgen Hohmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum. Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, spricht von "einer Aktion mit Vorbildcharakter." "Je mehr Kunden Ökostrom beziehen, desto mehr Erzeugungsanlagen werden geschaffen. Mit der Umstellung auf Ökostrom aus Wasserkraft tragen wir alle dazu bei, die europäische Energieversorgung in Richtung Erneuerbare Energien umzubauen", verdeutlicht Thiel.

Auch der größte Vermieter stellt um

Vor kurzem erst hatten die Stadtwerke Bochum den größten Vermieter der Stadt, die VBW Bauen und Wohnen, für einen Komplettumstieg auf Strom aus norwegischer Wasserkraft gewinnen können. Der VBW gehören über 12.600 Wohneinheiten in der Stadt im Ruhrgebiet. "Das Interesse an Ökostrom ist auch bei Gewerbekunden gestiegen", heißt es auf Anfrage bei den Stadtwerken. So hätten auch der Bochumer Ruhr Park, die Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr und weitere Bochumer Gewerbetreibende auf das Ökostromprodukt aus Wasserkraft umgestellt. (hoe)

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