Das Vorhaben wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts Windnode umgesetzt. Ziel von Windnode sei es, große Mengen erneuerbaren Stroms in das Energiesystems zu integrieren und die Stromnetze stabil zu halten, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Bethke am 28. August bei einem Vor-Ort-Termin.
Der neue, rund 1000 Kubikmeter fassende Wärmespeicher soll zu Beginn des zweiten Quartals 2020 in Betrieb genommen werden. Er werde als Netzpuffer eingesetzt und soll perspektivistisch um eine Power to Heat-Anlage ergänzt werden. "Dabei wird überschüssige Elektroenergie aus regenerativen Quellen – zum Beispiel von großen Offshore-Windkraftanlagen – in Wärme umgewandelt und gespeichert", erläuterte Bethke. Das elektrisch erhitzte und im Wärmespeicher gespeicherte Wasser könne so nach Bedarf sukzessive in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist werden.
Schrittmacher der Energiewende
"Die Errichtung des Netzpuffer-Speichers am Standort Zentrum ist eine modellhafte Lösung, die auch bundesweit von Bedeutung ist", äußerte Bürgermeister Thomas Günther (SPD). Die Stadt profiliere sich damit über die Landesgrenzen hinaus als engagierter Schrittmacher der Energiewende, betonen die Stadtwerke in einem Statement.
Zusätzlich will das kommunale Unternehmen mit dem Projekt "Wärmedrehscheibe" die Fernwärmeversorgung in den nächsten fünf Jahren zu rund 80 Prozent klimaneutral absichern. In einer Fortsetzung dieser Strategie gibt es bereits ein Maßnahmenkonzept zur Erreichung einer zu 100 Prozent klimaneutralen Fernwärmeproduktion. Gegenwärtig beträgt der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung rund 54 Prozent, was im bundesweiten Vergleich bereits einen beispielgebenden Wert darstellt. (bh)



