Sonne und Wind: Zugpferde der Energiewende

Sonne und Wind: Zugpferde der Energiewende

Bild: © lovelyday12/AdobeStock

Unerfreuliche Nachrichten gab es diese Woche von den Übertragungsnetzbetreibern. Die EEG-Umlage steigt auf satte 6,75 Cent pro kWh. Nun hat sich die Unternehmensberatung Enervis näher mit den Fördersätzen für Erneuerbare-Anlagen befasst und gibt zumindest nach der Erhöhung in 2020 Entwarnung für weitere Anstiege.

Bereits für nächstes Jahr hat Enervis eine gegenüber 2019 leicht geringere Gesamtsumme der EEG-Förderzahlungen von 26,2 Mrd. Euro berechnet. Bis 2024 sollen die Förderzahlungen laut Gutachten dann moderat aber immerhin kontinuierlich sinken. 2024 sollen sie mit 24,3 Mrd. Euro rund drei Mrd. Euro geringer ausfallen als dieses Jahr.

Grundsätzlicher Trend der Kostensenkung

Die Gründe hierfür liegen einerseits in den Entwicklungen am Strommarkt, wonach die Erneuerbaren steigende Erlöse erzielen, andererseits laufen die vergleichsweise teuer vergüteten Altanlagen ab 2021 nach und nach aus der Förderung. Dass die EEG-Umlage trotz dieser Entwicklungen nächstes Jahr steigt, liegt laut Enervis am geringeren Überschuss des EEG-Kontos in Höhe von 2,2 statt 3,7 Mrd. Euro wie im Vorjahr.

Enervis-Prokurist Nicolai Herrmann blickt positiv auf die EEG-Mittelfristprognose: „Der leichte Anstieg der von den ÜNB ermittelten EEG-Umlage für 2020 sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es einen grundsätzlichen Trend der Kostensenkung gibt“ und weiter: „Unser Gutachten zeigt, dass erneuerbare Energien zukünftig aufgrund sinkender Stromgestehungskosten und steigender Strommarkterlöse insgesamt weniger Vergütungszahlungen benötigen werden als in der Vergangenheit.“ Hinzu komme, dass das Segmet dungeförderter erneuerbarer Anlagen durch den anstehenden Weiterbetrieb von Altanlagen nach Förderende sowie den Bau neuer Anlagen ohne eine EEG-Förderung klar an Bedeutung gewinne. (ls)

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