Das noch nicht in Betrieb genomme Steinkohlekraftwerk Datteln IV steht wieder im Zentrum der Debatte um Klimaschutz und den Kohleausstieg.

Das noch nicht in Betrieb genomme Steinkohlekraftwerk Datteln IV steht wieder im Zentrum der Debatte um Klimaschutz und den Kohleausstieg.

Bild: © Uniper

Uniper will das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 unbedingt an den Start bringen. Wie die "Rheinische Post" berichtet, schlägt das Unternehmen jetzt einen Deal vor. So sei Uniper bereit, seine fünf anderen Kohlekraftwerke abzuschalten oder auf Gas umzustellen, wenn Datteln 4 ans Netz geht. Die Gesamtleistung der Kraftwerke beläuft sich auf 3700 MW.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur kamen die aktiven Stein- und Braunkohlekraftwerksblöcke im vergangenen Jahr allerdings nur auf eine durchschnittliche Auslastung von etwa 25 Prozent. Im Jahresmittel seien real nur noch insgesamt 919 MW am Markt gewesen. Mit der Nettonennleistung von 1055 MW würde Datteln 4 diesen Wert überschreiten. "Dieser Vorschlag von Uniper entspräche also einer deutlichen Ausweitung der Energieerzeugung aus fossilen Quellen und damit sogar einer deutlichen Erhöhung der CO2-Emissionen", heißt es vom BUND-NRW-Landesvorsitzenden Thomas Krämerkämper. (pm)

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