Freuen sich über die im August 2019 gestartete "Umweltpartnerschaft" ihrer Unternehmen (von links): Markus Hankammer, Chef des Wasserfilter-Herstellers Brita, und Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG.

Freuen sich über die im August 2019 gestartete "Umweltpartnerschaft" ihrer Unternehmen (von links): Markus Hankammer, Chef des Wasserfilter-Herstellers Brita, und Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG.

Bild: Nicole Hankammer

Eine wohl bundesweit einzigartige und langfristig angelegte "Umweltpartnerschaft" zwischen einem Energieversorger und einem Hersteller von Trinkwasserfiltern sind die Wiesbadener ESWE und Brita aus dem elf Kilometer entfernten Taunusstein eingegangen. Dies geht aus einer Pressemitteilung und Zusatzinformationen des Kommunalunternehmens vom Donnerstag hervor.

Das erklärte Ziel ist demnach, gebündelt den Schutz der Umwelt voranzutreiben und das nachhaltige Denken und Handeln von Verbrauchern zu stärken.

Kundenvorteile beim Partner

Gegenstände der Partnerschaft sind von sofort an vor allem:

  • die gemeinsame Präsentation der jeweiligen Beiträge zu Umweltschutz und Bewusstseinsbildung in verschiedenen Öffentlichkeitskanälen, etwa auf einer Landingpage (www.umweltpartner.team, externer Link), in bundesweiten Anzeigen und Plakaten, durch vertriebliche Angebote und in Mitmach-Aktionen wie etwa Flussufer-Reinigungen, an denen sich "bewusst" die Chefs Ralf Schodlok (ESWE Versorgungs AG) und Markus Hankammer (Brita GmbH) beteiligen
  • Konkret sollen Produktangebote eines der Partner bundesweit jeweils einen "Beileger" des anderen enthalten. Es soll auch Vorteile für die Kunden des einen Unternehmens beim jeweils anderen geben, aber es gebe kein Bündelprodukt (Bundle), hieß es. Auf der Landingpage gibt es keinen Shop, aber sie hat Verknüpfungen zu die Shops der beiden Partner. Die Mitmach-Aktionen sollen in der Rhein-Taunus-Region stattfinden.

"Komplementäre" Unternehmensziele

ESWE und Brita sehen sich als "komplementäre Partner". Sie verbinde nicht nur die räumliche Nähe, sondern auch das zentrale Unternehmensziel Nachhaltigkeit. Sie verweisen auf ihre jeweiligen Meilensteine:

ESWE hat, schreibt ihr Chef Ralf Schodlok, im Sinne einer "maximal möglichen CO2-Reduktion" unter anderem

  • den Anteil umweltfreundlicher Energieressourcen wie Sonne, Wind, Biomasse, Erdwärme und Wasserkraft weit über den gesetzlichen Anteil hinaus gesteigert,
  • seine Erdgasprodukte 100 Prozent klimaneutral gestellt,
  • über seinen Innovations- und Klimaschutzfonds in den vergangenen 17 Projekte mit mehr als 15,5 Millionen Euro knapp 800 Gebäude energetisch saniert und allein damit den CO2-Ausstoß um 19.000 Tonnen pro Jahr vermindert.

Mehr Leitungswasser, weniger Flaschenwasser

Brita ersetzt mit seinen Wasserfiltern und Spendersystemen – mit und ohne Sprudler – Flaschenwasser durch Trinkwasser aus der Leitung. Diese Art der Wasserverwendung, so CEO Markus Hankammer, habe etwa 2017 gegenüber Flaschenwasser mehr als 300.000 Tonnen CO2 eingespart, auch durch weniger Plastikmüll.

Der ESWE Versorgungs AG gehört zwar Wiesbadens Wasserinfrastruktur, Versorger ist insoweit aber die Schwester "Wasserversorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden" (WVW). (geo)

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