Die erste Windkraftanlage im Trianel Windpark Borkum II (TWB II) steht. Mit der abgeschlossenen Montage der Rotorblätter ist die erste Windkraftanlage im kommunalen Offshore-Windpark betriebsbereit. Zwei weitere Windkraftanlagen sollen in den kommenden Tagen installiert und in Betrieb genommen werden. Bis Ende 2019 wollen EWE und Trianel den Offshore-Windpark mit 32 Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 200 MW vollständig in Betrieb nehmen.
"Mit der Errichtung der ersten Anlage haben wir den nächsten Bauabschnitt erreicht und werden den Windpark sukzessive in Betrieb nehmen", sagt Klaus Horstick, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG. "Zwei Drittel der Gondeln sind bereits ausgeliefert und warten auf ihren Einsatz. Wir sind auf einem guten Weg und gehen davon aus, das Offshore-Projekt gemeinsam mit den Gesellschaftern und Projektpartnern im Zeitplan bis Ende des Jahres vollenden zu können."
Ein kommunales Großprojekt
20 Stadtwerke, regionale Energieversorger und kommunalnahe Unternehmen sind an dem TWB II beteiligt. Neben der EWE AG mit einem Anteil von 37,5 Prozent ist ein Joint Venture des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich und der Fontavis AG mit 24,51 Prozent im Boot. Die Stadtwerke-Kooperation Trianel gemeinsam mit 17 Stadtwerken aus Deutschland halten einen Anteil von 37,99 Prozent. Mitte Juli 2019 startete die Installationskampagne mit der Beladung und Mobilisierung der Taillevent in Eemshaven.
Seit Ende Juni 2018 liefen die Vorarbeiten für den Trianel Windpark Borkum II. Anfang August dieses Jahres hat die eigentliche Bauphase begonnen. Das Installationsschiff "Taillevent" der Jan-de-Nul-Gruppe pendelt zwischen dem Basishafen Eemshaven und dem rund sechs Stunden entfernten Windpark. Pro Fahrt nimmt das Errichterschiff die Bauteile für drei Windkraftanlagen auf. Bei idealen Wetterbedingungen benötigen die Offshore-Arbeiter an Bord rund zwei bis drei Tage für die Installation einer Anlage.
Die Senvion-Insolvenz irritierte kurz
Im zweiten Halbjahr 2018 wurden die Innerparkverkabelung und die Fundamentarbeiten im Zeitplan abgeschlossen. Seit Anfang 2019 wurden die Arbeiten zur Inbetriebnahme der elektrischen Einbauten in den Transition Pieces und Verbindung mit der parkinternen Umspannplattform durchgeführt. Der für ursprünglich Mitte April 2019 geplante Beginn der eigentlichen Installationsarbeiten verzögerte sich aufgrund der Insolvenz des Anlagenherstellers Senvion. Die Gesamtinvestition für den Offshore-Windpark beträgt 800 Mio. Euro. (sig)
