Baustelle des Enso-BHKW neben dem Energiezentrum der Energie- und Wasserwerke Bautzen, EWB (im Foto links)

Baustelle des Enso-BHKW neben dem Energiezentrum der Energie- und Wasserwerke Bautzen, EWB (im Foto links)

Bild: © Enso/Weidler

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Enso Energie Sachsen Ost AG (Enso) und der Energie- und Wasserwerke Bautzen (EWB) wird weiter ausgebaut: Im Rahmen eines Projekts errichtet Enso ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem Grundstück neben dem Energiezentrum der EWB. Die Zehn-Millionen-Anlage von Enso erzeugt Strom und Wärme. Während der Strom ins Enso-Netz eingespeist wird, ist die Wärme für das Bautzner Fernwärmenetz bestimmt.  

Von 50 auf 80 Prozent

Die EWB betreibt auf ihrem Gelände bereits ein BHKW. Wie auch das neu entstehende BHKW erzeugt diese Anlage Wärme und Strom nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Das Bautzner Unternehmen kann aktuell über 50 Prozent seines Wärmebedarfs eines Jahres mit der Erzeugung durch KWK decken. Wird mehr Wärme benötigt, kommen bisher herkömmliche Gaskessel zum Einsatz. Im Zusammenspiel mit der neuen Anlage wird sich der Anteil von Wärme aus dem KWK-Prozess – durch Nutzung der Mittellast – auf 80 Prozent erhöhen. Die Gaskessel kommen nur an extrem kalten Tagen zum Einsatz.  

Fertig bis Sommr 2021

Das neue BHKW wird von zwei Modulen – Motor und Generator – mit einer Leistung von je 3,36 MW (elektrisch) und 3,6 MW (thermisch) betrieben. Die Anlage soll im Sommer 2021 mit der Erzeugung von Strom und Wärme starten. Das Projekt kommt vor allem Bauherren und Eigentümern entgegen, die laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz Wärme (EEWärmeG) verpflichtet sind, einen Anteil der Wärme für ihre Immobilie aus erneuerbaren Energien oder aus KWK-Anlagen zu decken. 

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