Das Kohlekraftwerk Wedel an der Elbe bei Blankenese. Das Heizkraftwerk soll durch eine neue Anlage auf der Halbinsel Dradenau im Hamburger Hafen ersetzt werden. Der Planfeststellungsbeschluss für eine neue Fernwärmeleitung unter der Elbe ist nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde vom 10.12.2021 rechtskräftig.

Das Kohlekraftwerk Wedel an der Elbe bei Blankenese. Das Heizkraftwerk soll durch eine neue Anlage auf der Halbinsel Dradenau im Hamburger Hafen ersetzt werden. Der Planfeststellungsbeschluss für eine neue Fernwärmeleitung unter der Elbe ist nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde vom 10.12.2021 rechtskräftig.

Bild: © Christian Charisius/dpa

Probleme beim Bau eines Fernwärmetunnels unter der Elbe kosten Hamburg Zeit auf dem Weg zur Wärmewende. Am Tunnelschacht seien Spundwände abgerutscht, «dadurch haben wir ein paar Monate verloren», sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Donnerstag bei einem Besuch auf der Dradenau.

Das in die Jahre gekommene Kohleheizkraftwerk Wedel könne daher voraussichtlich erst im Herbst 2026 vom Netz gehen. Ursprünglich sollte das bereits 2025 geschehen. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» über die Verzögerung berichtet.
 

Der Tunnel soll das geplante Gas- und Dampfkraftwerk auf der Dradenau, das Wedel ersetzen soll, mit dem Fernwärmenetz im Hamburger Westen verbinden. «Bevor man das Kraftwerk endgültig in Betrieb nehmen kann, muss es einen Probebetrieb durchlaufen», sagte Kerstan.

Test des neuen Kraftwerks im Vollbetrieb nur im Winter möglich

Nach den Verzögerungen beim Bau werde die Leitung jetzt im Sommer 2025 fertig. Das neue Kraftwerk müsse aber im Vollbetrieb getestet werden, bevor Wedel abgeschaltet werden könne. Und dieser Vollbetrieb sei im Sommer nicht möglich, da dann kaum Heizwärme gebraucht werde.

«Den Probebetrieb für das neuen Kraftwerk werden wir daher erst in der Heizperiode 2025/2026 aufnehmen», sagte Kerstan. Anschließend werde das Kraftwerk Wedel dann sicherheitshalber noch bis Herbst 2026 in Reservebetrieb gehalten, bevor es endgültig abgeschaltet wird. (dpa/hoe)

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