Martina Butz leitet seit 2013 mit Prokura die Stabsstelle Recht und Compliance Management bei Mainova Frankfurt am Main. Sie soll zum 1. Mai 2019 Alleingeschäftsführerin der Stadtwerke Hanau werden.

Martina Butz leitet seit 2013 mit Prokura die Stabsstelle Recht und Compliance Management bei Mainova Frankfurt am Main. Sie soll zum 1. Mai 2019 Alleingeschäftsführerin der Stadtwerke Hanau werden.

Bild: © Stadt Hanau

Die Stadt Hanau setzt bei der Wärmeerzeugung künftig auf eine eigene Lösung. Das hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Der Kommunalversorber plant laut Pressemitteilung den Bau und Betrieb einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit einer Leistung von dreimal zehn MW.  Hinzukommen sollen zwei Kessel mit jeweils acht MW Leistung als Reserve. Geplant ist eine Partnerschaft mit der Mainova AG, der Frankfurter Kommunalversorger ist Mitgesellschafter der Stadtwerke Hanau.

Die neue Anlage soll ab Oktober 2024 die bisherigen Wärmelieferungen aus dem Kraftwerk Staudinger ersetzen. Der bestehende Versorgungsvertrag mit Uniper läuft Ende September 2024 aus, ebenso die Wärmelieferungen von Uniper an die Gemeindewerke Großkrotzenburg. Deshalb werde auch über eine „Versorgungspartnerschaft“ mit den Gemeindewerken Großkrotzenburg nachgedacht, teilen die Stadtwerke Hanau weiter mit. Hier arbeitet das kommunale Unternehmen mit den Gemeindewerken an möglichen Versorgungskonzepten und Kooperationsmöglichkeiten.

Wasserstofferzeugung und PV-Ausbau denkbar

Geplant ist die Gründung einer Gesellschaft, die Wärme erzeugt und weitere energienahe Dienstleistungen anbieten könnte. Denkbar seien neben der Nutzung der Abwärme vom geplanten benachbarten Rechenzentrum auf dem Großauheimer Konversions-Areal, auch eine Kältelieferung, die Wasserstofferzeugung oder der Ausbau von Photovoltaik. Auf die Ausgestaltung der Wärmeversorgung sei auf diese Weise wesentlich mehr Einfluss möglich als im Rahmen eines reinen, langlaufenden Liefervertrages mit einem externen Anbieter, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführerin Martina Butz.  

Mit den Heizwerken Wolfgang und Weststadt verfügt das städtische Energiedienstleistungsunternehmen bereits über Versorgungskapazitäten für das Hanauer Fernwärmenetz. Das bestehende Netz versorgt Hanauer Bürger und Unternehmen über bisher insgesamt rund 1290 Übergabestationen mit Wärme. Die Stadt Hanau will „mit ökologisch sinnvollen Produktionsweisen“ bis 2040 klimaneutral werden. (hoe)

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