Wärmepumpen sind im Kommen.

Wärmepumpen sind im Kommen.

Bild: © Adobe Stock/Hermann

Die Wärmepumpe liegt nach einer Nachfragedelle im laufenden Jahr wieder im Trend. "Erstmals belegt ein erneuerbares Heizsystem den Spitzenplatz am Heizungsmarkt", berichtet der Verband der Ingenieure (VDI) unter Berufung auf Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Und die Ingenieure beziehen dabei deutlich Position: "Die Zahlen sprechen dafür, dass die erneuerbaren Energien die Zukunft des Heizens sind", heißt es beim VDI.

Die hohe Nachfrage gelte sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude, sagt Jochen Theloke von der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU). Um den positiven Trend fortzusetzen, brauche es vor allem verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören stabile Förderung, faire Strompreise und eine langfristige Perspektive, so Theloke.

Hohe Nutzerzufriedenheit

Der VDI begrüßt diese Entwicklung und fordert, dass der Klima- und Transformationsfonds (KTF) ausreichend Mittel bereitstellt, um die Heizungsförderung auf hohem Niveau fortzuführen. Wichtig sei nicht nur die Höhe der Förderung, sondern die Kombination von Förderung, moderaten Strompreisen und steigenden Gas- und Ölpreisen. Dabei sei es "sicherlich förderlich für den Wärmepumpenhochlauf – auch im Gebäudebestand –, dass der EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) ab 2027 wirkt und damit die Preise für Öl und Gas voraussichtlich steigen." Der Markt brauche jetzt vor allem verlässliche Rahmenbedingungen, um die weitere Implementierung klimafreundlicher Heizungssysteme sicherzustellen, so Theloke weiter.

Der Verband verweist auf eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts unter 794 Hausbesitzern, die eine Wärmepumpe eingebaut haben. Demnach würden sich 96 Prozent der Befragten erneut für eine Wärmepumpe entscheiden. 84 Prozent lobten die geringen Betriebskosten. 67 Prozent seien mit der Wärmepumpe als Alternative zum vorherigen Heizsystem sehr zufrieden und 29 Prozent eher zufrieden. Auch die Wertsteigerung der Immobilie sei bei immerhin fast 40 Prozent der Befragten ein positiver Faktor. Befragte, die von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe gewechselt sind, gaben demnach zu 78 Prozent an, dass die öffentliche Förderung für den Einbau ein relevanter Entscheidungsfaktor war, ebenso oft wurde der Klimaschutz als Entscheidungsgrund angeführt. (wa)

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