Die staatliche Wohnungsbaugesellschaft Siedlungswerk Nürnberg und die N-Ergie AG arbeiten bei der Wärmeversorgung für das "Regensburger Viertel" im Südosten Nürnbergs zusammen. Hierbei kommen unter anderem zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) zum Einsatz. Die letzten Wirtschaftlichkeitsprüfungen seien nun abgeschlossen und das Projekt könne starten, teilt die Aktiengesellschaft mit.
Über eine Heizzentrale auf dem Gelände werden 381 Wohnungen, zehn kleinere Gewerbeeinheiten und eine Kindertagesstätte mit Wärme versorgt: Zwei BHKW erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Eines davon wird mit Bioerdgas befeuert. Das soll im Vergleich zu einer konventionellen Erdgasheizung 450 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Ein etwa zehn Meter hoher Speicher puffert die Wärme mit einem Fassungsvermögen von 25 Kubikmetern. Beide BHKW decken rund 70 Prozent des Wärmebedarfs des kompletten Quartiers, insgesamt rund 1750 Megawattstunden. Den Rest übernehmen zwei Erdgaskessel.
Fertigstellung ist 2024 geplant
Die Wärmeversorgung für das Areal im Nürnberger Südosten erfüllt die Kriterien des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) von 2020 für Neubauten. So soll sie nach den Bilanzierungsregeln des GEG CO2-neutral sein. Die BHKW liefern zudem rund 840 MW Strom – genug für den Jahresbedarf von etwa 300 Wohnungen.
Die N-Ergie übernimmt Planung, Bau und Betreuung der Heizzentrale und des dazugehörigen Nahwärmenetzes im Rahmen eines Contractings. Die Wärme wird auf dem knapp 39.000 Quadratmeter umfassenden Areal über ein Nahwärmenetz mit zwölf Unterstationen zu den Übergabestationen in die verschiedenen Gebäude geleitet. Der dort erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und verbrauchsnah genutzt. Baubeginn ist 2021. Die Fertigstellung des Regensburger Viertels ist für 2024 geplant. (gun)
