Hansjörg Roll, MVV-Technikvorstand, und Guido Langer, Geschäftsführer der Stadtwerke Merseburg, (v. l.) beim Betätigen des Startknopfes in der Wärmeübergabestation

Hansjörg Roll, MVV-Technikvorstand, und Guido Langer, Geschäftsführer der Stadtwerke Merseburg, (v. l.) beim Betätigen des Startknopfes in der Wärmeübergabestation

Bild: © Stadtwerke Merseburg

In das über 40 Kilometer lange Fernwärmenetz der Stadtwerke Merseburg, welches ca. 8000 Wohnungen sowie zahlreiche öffentliche Gebäude und Unternehmen mit Wärme versorgt, wird ab sofort Abwärme aus der von MVV betriebenen Thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage (TREA) Leuna eingespeist. Dadurch können die Stadtwerke küftig in beträchtlichem Umfang auf Wärmeproduktion in eigenen Anlagen und auf einen Großteil des Einsatzes fossiler Energieträger verzichten, teilte das kommunale Unternehmen mit. Bis zu 16.000 Tonnen CO2 pro Jahr sollen so eingespart werden.

Möglich wurde das Vorhaben durch ein völlig neues Rauchgasreinigungskonzept, das die MVV entwickelt, in kleineren Anlagen erprobt und erstmals in Merseburg großtechnisch zum Einsatz gebracht hat. Hierdurch wird zusätzliche Abwärme nutzbar und kann aus dem Rauchgasstrom ausgekoppelt und in das Fernwärmenetz eingespeist werden.

Förderung mit Bundesmitteln

Das Vorhaben wird in großem Umfang aus Mitteln des Bundes gefördert. Während der knapp zweijährigen Bauphase haben beide Unternehmen insgesamt rund 20 Mio. Euro in das Vorhaben investiert. Unter anderem wurden zwei neue Fernwärmetrassen unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen verlegt.

Künftig werden bis zu 50 Prozent der Fernwärmenetzeinspeisung der Stadtwerke Merseburg aus umweltfreundlicher Abwärme gedeckt. Jährlich können in den Kraftwerken laut der Mitteilung somit rund 80 Mio. Kilowattstunden Erdgas eingespart werden. (amo)

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