Die Wärmenetze nachhaltiger transformieren, die zentrale Forderung der NGOs. Aber deren Maßnahmen stoßen nicht auf Gegenliebe.

Die Wärmenetze nachhaltiger transformieren, die zentrale Forderung der NGOs. Aber deren Maßnahmen stoßen nicht auf Gegenliebe.

Bild. © S. Leitenberger/stock.adobe.com

Die Stadt Friedberg in Bayerisch-Schwaben hat bereits Ende vergangenen Jahres entschieden, zusammen mit den Stadtwerken Augsburg ein Nahwärmenetz im Friedberger Ortsteil Derching zu errichten. Nun starten die Stadtwerke mit einer Bedarfsabfrage – diese ist Voraussetzung für die Umsetzung des Großprojekts.

Ein Teil von Derching, nämlich das Oberdorf, wird bereits mit einem Wärmenetz versorgt. Nun soll ein weiterer Teil des Dorfes mit Nahwärme erschlossen werden. Sowohl das örtliche Gewerbegebiet als auch die Anwohner:innen sollen mit Wärme aus einer Müllverbrennungsanlage und einem Biomasseheizkraftwerk versorgt werden. Künftig könnte auch Abwärme aus dem Gewerbegebiet als zusätzliche, klimafreundliche Wärmequelle dienen.

Erst Industrie und Gewerbe, dann Wohngebiete 

Die Stadtwerke Augsburg starten nun eine Umfrage unter den Gewerbetreibenden in Derching, ob sie bereit sind, sich an das geplante Netz anschließen zu lassen und wie hoch ihr Bedarf ist. Nur wenn es genug Nachfrage gibt, kann das Nahwärmenetz tatsächlich realisiert werden. Sollte dem so sein, würden erst die Industrie- und Gewerbebetriebe in Derching an das Netz angeschlossen und anschließend die Wohngebiete.

Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann erklärt dazu: „Ich freue mich, dass wir mit der swa einen Partner haben, mit dem eine Nahwärme bei ausreichender Nachfrage innerhalb kurzer Zeit aufgebaut werden kann. Zusammen mit dem existierenden Wärmenetz im Oberdorf wäre Derching damit vollständig wärmeversorgt.“ (lm)

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