Oliver Brünnich, Johann-Georg Jaeger, Claus Ruhe Madsen, Eckart von Hirschhausen und Ute Römer (v. l.) - Eckhart von Hirschhausen hat uns sein aktuelles Buch "Mensch, Erde!" mitgebracht.

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Bild: © Holger Martens

Nach zwei Jahren Bauzeit ging der neue 45.000-Kubikliter umfassende Wärmespeicher der Stadtwerke Rostock offiziell zum ersten Mal ans Netz. In den kommenden Monaten testen und überprüfen die Rostocker alle Systeme des Speichers auf dem Betriebsgelände in Marienehe, wie das kommunale Unternehmen selbst mitteilt.

Oliver Brünnich, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Rostock, meint: „Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass wir schnellstmöglich unabhängig von fossilen Energieträgern werden müssen. Der Speicher ist für uns das zentrale Element, um die Wärmeversorgung unserer Kundinnen und Kunden in Rostock CO2-frei zu gestalten. Er ist die Schnittstelle für neue nachhaltige Technologien zur Wärmeerzeugung wie z. B. einer Wärmepumpe in der Warnow oder der Nutzung von Abwärme der Elektrolyse.“

Einweihung im Herbst 2022

Seit dem Richtfest im September 2021 wurde der 55 Meter hohe Speicher mit Wasser befüllt, vollständig gedämmt und verkleidet. Durch seine Gestaltung in unterschiedlichen Blau- und Weißtönen fügt er sich in die Umgebung ein. Im Herbst 2022 soll er eingeweiht werden und in den Regelbetrieb starten. Dann speichert der drucklose Stahlbehälter heißes Wasser bei einer Temperatur von 98°C und speist es bedarfsgerecht ins Wärmenetz ein. Mit seiner Kapazität von 2 GWh kann er die Rostocker Fernwärmekundinnen und -kunden ein Wochenende lang versorgen. Direkt neben dem Speicher gibt es eine weitere Baustelle. Hier entsteht bis zum Frühjahr 2023 eine Power-to-Heat Anlage. Sie nutzt zukünftig überschüssigen Strom aus Wind- und Solarenergie um daraus Wärme zu erzeugen und den Speicher aufzuladen. (gun)

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