Die Steag hat staatliche Fördermittel für ihre Kraft-Wärme-Kopplung(KWK)-Projekte zugesagt bekommen. Sie bewarb sich hierfür auf eine Ausschreibung der Bundesnetzagentur und erhielt den Zuschlag. Die Leistung der diesjährigen geförderten KWK-Anlagen beläuft sich auf 68500 Kilowatt.
Die Hälfte davon, 34000 Kilowatt, finden sich alleine an Projektstandorte im Saarland und in Thüringen. Auch die Saarbrücker Steag-Tochter "Steag New Energies" erhielt bei ihren vier angemeldeten Projekten die Zuschläge.
Motorenheizkraftwerk wird modernisiert
Beim ersten Projekt wird die Wärmeerzeugung eines Kraftwerk modernisiert, welches im saarländischen Völklingen-Fenne steht. Es handelt sich um ein mit Grubengas befeuertes Motorenheizkraftwerk. Dieses besteht aus 14 einzelnen Gasmotoren und birgt eine Gesamtleistung von 42.000 Kilowatt.
"Hier ist jedoch über die Jahre hinweg das Grubengasaufkommen rückläufig gewesen. Es reicht aktuell nicht mehr aus, alle 14 Motoren auskömmlich zu versorgen", erläutert Projektleiter Benjamin Fuchs die Gründe. Deshalb würden sechs dieser Gasmotoren modernisiert und auf Erdgasbefeuerung umgestellt.
BHKW-Ausbau in Saarland und Thüringen
Im Projektrahmen entstehen ferner zwei weitere Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer Gesamtleistung von 4000 Kilowatt. Diese werden am Standort des Kraftwerks Weiher im saarländischen Quierschied installiert. Die dort produzierte Wärme wird ins örtliche Wärmenetz eingespeist, das die Fernwärme-Verbund Saar GmbH betreibt.
Ähnlich verhält es sich an den Standorten im saarländischen Homburg und im thüringischen Sömmerda. Dort betreibt das Tochterunternehmen Wärmenetze jeweils mit kommunalen Partnern: den Stadtwerken Homburg und der Sömmerdaer Energieversorgung. An beiden Standorten entstehen nun neue Anlagen mit jeweils 6000 Kilowatt Leistung. (gun)
