Der erste Bauabschnitt beim Ausbau des von Steag betriebenen Essener Fernwärmenetzes liegt im Zeitplan. Mit der erfolgreichen Unterquerung der Schützenbahn ist nun ein wichtiger Schritt für den fristgerechten Abschluss der Arbeiten gelungen, teilt das Unternehmen mit.
Damit stünde dem Anschluss der Wohnsiedlung "Am Heimbusch" an das Fernwärmenetz bis Ende September nichts mehr im Wege, sagt Peter Schäfer, Geschäftsführer der Steag Fernwärme Essen GmbH & Co. KG, zugleich Vorsitzender des Vorstands der Stadtwerke Essen. Innerhalb und entlang der neun Essener Stadtteile baut das Unternehmen nach und nach ihr Fernwärmenetz aus. Dazu wird auf sechs Kilometern eine neue unterirdische Fernwärme-Hauptleitung verlegt.
Herausforderung doppelte Gleisquerung
Zugleich gibt es an zwei Stellen im Verlauf der sogenannten Osttrasse aktuell leichte Verzögerungen. "Sowohl im Bereich von Susanna- und Richard-Wagner-Straße als auch beim Tunnel an der Burggrafenstraße gibt es aktuell noch Abstimmungsbedarf mit der Deutschen Bahn, denn an beiden Stellen müssen wir Eisenbahngleise queren", erläutert Steag-Projektleiter Georg Röttgers. Grund für den zusätzlichen Planungsbedarf seien unter anderem die Ergebnisse der geologischen Voruntersuchungen im Bereich der Susannastraße.
Beschaffenheit des Bodens macht Strich durch die Rechnung
Hier habe sich gezeigt, dass die ursprünglich vorgesehene Unterquerung der Gleise nicht möglich sei, weil die Beschaffenheit des Bodens eine Unterquerung an dieser Stelle nicht zulasse, erörtert der Projektleitert. Aufgrund dessen habe man umplanen müssen und bereite nun in Abstimmung mit der Deutschen Bahn eine oberirdische Querung der dort verlaufenden Eisenbahngleise vor. Insofern sei wegen dieser unvorhersehbaren Umstände davon auszugehen, dass die Bauarbeiten dort erst 2021 abgeschlossen werden können.
Auch im Bereich der Burggrafenstraße wurden als Alternative zur Verlegung der Fernwärmeleitungen in dem vorhandenen Tunnel nun bei der Deutschen Bahn Anträge auf Rohrvortriebe unter den dort vorhandenen drei Gleisstrecken gestellt. Damit werden Verkehrsbehinderungen im Tunnelbereich vermieden. Die Anträge werden zurzeit noch von der Deutschen Bahn geprüft, sodass die eigentlichen Baumaßnahmen erst im kommenden Jahr erfolgen können. (gun)



