Deutsche haben die Heizung diesen März 9 Prozent mehr genutzt als im März 2019. Das zeigt eine aktuelle Studie des Thermostat-Herstellers Tado basierend auf 100.000 europäischen Haushalten, die mit Produkten des Münchner Unternehmens ausgestattet sind. Das Wetter spielte dabei eine untergeordnete Rolle, da sich die Durchschnitts-Außentemperatur in Deutschland nur um ein Grad Celsius vom Vorjahr unterscheidet.
Der erhöhte Heizenergieverbrauch lasse sich größtenteils darauf zurückführen, dass die Bevölkerung wegen der Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Krise mehr Zeit zu Hause verbringt, teilt Tado mit. Auch die verstärkte Nutzung des Homeoffice spiele dabei eine Rolle.
Ausgangssperren wirken nach
Die sehr hohen Steigerungen von 41 Prozent für Italien und 42 Prozent für Spanien sind laut Tado ebenfalls dadurch zu erklären, dass sich die Bürger mehr in ihren Wohnungen aufhielten. Zudem war es in beiden Ländern im März 2020 durchschnittlich um zwei Grad kälter als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Ein weiteres Argument sind die früheren und zum Teil auch strengeren Ausgangssperren als in Deutschland. Außerdem war das Homeoffice beispielsweise in Italien bislang kaum üblich. (hp)
