Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Neumarkt in der Oberpfalz.

Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Neumarkt in der Oberpfalz.

Bild: © Stadtwerke Neumarkt i.d.OPf

In Neumarkt in Bayern ergänzt ein Vakuum-Pufferspeicher die neue Heizzentrale für das städtische Schlossbad. Die Stadtwerke, die für die Modernisierung der Wärmeversorgung zuständig sind, erhoffen sich dadurch mehr Effizienz und künftig sogar mehr Netzdienlichkeit.

Über 60.000 Liter Warmwasser kann der Speicher fassen und soll Überschusswärme der zwei neuen Blockheizkraftwerke vorhalten. Dadurch sollen die BHKWs mit einer thermischen Gesamtleistung von 3800 kWp durchgehend mit dem höchsten Wirkungsgrad betrieben und so deutlich wirtschaftlicher gefahren werden können.

Wärmeverluste deutlich geringer

Dabei funktioniert der spezielle Pufferspeicher wie eine überdimensionale Thermoskanne. Die Wärmeverluste seien dank der Bauweise mit einer luftleeren, doppelwandigen Stahlhülle und Vakuumdämmung gegenüber den am Markt gängigen Pufferspeichern deutlich geringer, erklärt Uwe Gailler, Leiter Contracting bei den Stadtwerken Neumarkt. 

Nun geht es für den Versorger darum, dass System weiter zu entwickeln. Hierzu gibt es sogar ein eigenes Forschungsprojekt. Unter dem Titel „StoEx2“ wollen die Universität Stuttgart, der Projektträger Jülich, eine Allgäuer Tankbaufirma und eben die Stadtwerke an der Marktreife arbeiten. Dabei geht es vor allem um den Einsatz in Nahwärmenetzen. Gefördert wird das Projekt vom BMWi.

Netzdienlichkeit dank Power-to-Heat

Doch nicht nur die Wärmeversorgung könnte durch den Speicher effizienter werden, auch für die Stromnetze könnte die Technologie Vorteile bringen. Immerhin kann auch überschüssiger Strom aus Windkraft- oder PV-Anlagen mittels Power-to-Heat gespeichert werden. So werde die Versorgungssicherheit aber auch der Erneuerbaren-Anteil im Stromnetz weiter erhöht, heißt es aus der Oberpfalz. (lm)

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