Wärme

Vattenfall zieht positive Winter-Wärmebilanz

Einsparmaßnahmen, vorgezogene Revisionen und effiziente Heizwerke und die Immobilieneigentümer:innen und Mieter:innen haben ihr übriges getan: Der Fernwärmeverbrauch ist um acht Prozent gesunken.
02.05.2023

Vattenfall Wärme zieht eine positive Bilanz.

Mit den steigenden Temperaturen in den letzten Tagen ist auch die laufende Heizperiode offiziell beendet. Vattenfall zieht nun eine positive Winter-Wärmebilanz der vergangenen Monate: Aufgrund milderer Temperaturen und eines leicht gesunkenen Verbrauchs gibt das Unternehmen an, im Zeitraum von Oktober bis Ende April insgesamt knapp acht Prozent weniger Fernwärme ins Netz eingespeist zu haben, als in der vorherigen Heizperiode. Die Einsparung bezieht sich auf die Differenz der Gesamtwärmemenge der Heizperiode 22/23 zur Gesamtwärmemenge der Heizperiode 21/21. In Summe ging die Netzeinspeisung dabei um rund 650 GWh zurück.

"Die Summe kleiner Einsparmaßnahmen macht sich im Ergebnis durchaus bemerkbar", so Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Wärme Berlin Christian Feuerherd. Auf Seiten der Eigentümer:innen waren das u. a. Wartungen und der hydraulische Abgleich von Heizungssystemen, während die Mieter:innen eher an den Raumtemperaturen drehten und den Warmwasserverbrauch reduzierten. Es gebe hierbei aber auch Luft nach oben, sagt Feuerherd.

Das hat Vattenfall unternommen

Aufgrund einer vorausschauenden Einsatzplanung, einem angepassten Betrieb der Netze und einer höheren Wärmeerzeugung in hocheffizienten Anlagen in Lichterfelde, Marzahn und Mitte konnte Vattenfall zudem den Brennstoffverbrauch im Stadtwärme-Mix reduzieren. Bereits auf dem Höhepunkt der Energiekrise im vergangenen Herbst hatte Vattenfall diverse Maßnahmen umgesetzt und etwa die routinemäßige Revision derjenigen Kraftwerke vorgezogen, die nicht mit Erdgas befeuert werden. Dazu gehören das Steinkohlekraftwerk Moabit mit einer thermischen Leistung von rund 136 MW und Reuter-West mit einer thermischen Leistung von 2 x 387 MW.

Zudem habe man das Berliner Stadtwärmesystem, wie auch in den Vorjahren, mit der niedrigst möglichen Vorlauftemperatur betrieben, um Brennstoff einzusparen. Aufgrund eines geringeren Wärmeverbrauchs und milderer Temperaturen sind dabei die Netzvorlauftemperaturen insgesamt leicht zurückgegangen. Mit Blick auf die endende Heizperiode fasst der Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Wärme Berlin zusammen: "Energieeinsparungen sind und bleiben kurzfristig das effektivste Mittel, um die Energiekrise in Schach zu halten." (gun)