Das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) der Dena bietet Kommunen nun drei neue Werkzeuge an, um die Wärmeplanung möglichst einfach planen und umsetzen zu können: das Musterleistungsverzeichnis, das Dienstleisterverzeichnis und den Datenkompass.
Robert Brückmann, Leiter des KWW, erklärt den Hintergrund zu den neuen Online-Tools: „In unserer täglichen Arbeit sehen wir, dass viele Kommunen nach Vorlagen, Beispielen und Vergleichswerten suchen, an denen sie sich in ihrer Wärmeplanung orientieren können. Darauf reagieren wir mit unserem Dreiklang. Im Laufe des Jahres werden wir diesen Werkzeugkasten noch weiter ausbauen, um die Kommunale Wärmeplanung zu vereinfachen.“
Einfacher ausschreiben
Der Kommunale Wärmeplan wird zumeist im Auftrag der Kommune durch einen externen Dienstleister erstellt. Diese Dienstleistung muss ausgeschrieben werden. Das KWW-Musterleistungsverzeichnis (MLV) dient als Vorlage für die Ausschreibung und kann an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Kommune angepasst werden.
Kommunen erhalten mit diesem Musterleistungsverzeichnis einen besseren Überblick über den Umfang der kommunalen Wärmeplanung. Dienstleistungsunternehmen erleichtert das Verzeichnis wiederum die Angebotserstellung. Insgesamt sorgt das KWW-Musterleistungsverzeichnis für eine bessere Vergleichbarkeit der Angebote, was sowohl der Kommune als auch den Bietern zugutekommt.
Anbieter effizient finden
Das KWW-Dienstleisterverzeichnis fördert den Austausch zwischen Kommunen und Dienstleistungsunternehmen, zum Beispiel in der Vorbereitung der Kommunalen Wärmeplanung. Es dient als erste Übersicht potenzieller Dienstleister und ermöglicht es Kommunen, die Anbieter basierend auf ihren Anforderungen nach Leistungsspektrum und Region zu filtern.
Kurzprofile bieten einen groben Eindruck der Anbieter. Detaillierte Informationen können dann auf den jeweiligen Internetseiten abgerufen werden.
Quellenlage klären
Die Kommunale Wärmeplanung basiert auf Daten: z.B. Details zur Bebauungsstruktur, Verbrauchsdaten und Wärmequellen. Die meisten dieser Daten existieren, aber leider nicht an einem Ort. Der KWW-Datenkompass gibt einen Überblick, wer welche Daten liefern muss, und hilft dabei, die Daten entsprechend der gesetzlichen Vorgaben bei den jeweiligen Datenhaltern abzufragen.
Das KWW erarbeitet und aktualisiert die bundeslandspezifischen Übersichten u.a. im Austausch mit den Landesenergieagenturen und stellt diese sukzessive auf seiner Webseite zur Verfügung. Im Laufe des Jahres wird das KWW dieses Angebot zu einer Metadatenbank ausbauen, mit deren Hilfe die hier angesprochenen Daten direkt abgerufen werden können. (lm)
Weitere Informationen finden Sie unter: www.kww-halle.de.
