Die im Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) organisierten Hersteller konnten mit 732.000 abgesetzten Wärmeerzeugern insgesamt ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen. Dieser Zuwachs resultiert jedoch aus dem nach wie vor dynamischen Neubaugeschäft. Die moderne Gas-Brennwerttechnik war mit 492.500 abgesetzten Geräten und einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr am stärksten gefragt. Wie bereits im Vorjahr landeten Wärmepumpen mit 84.000 verkauften Geräten und einem Plus von acht Prozent auf Platz zwei.
Weniger gut lief es bei zwei anderen Technologien: Die Öl-Brennwerttechnik weist bei 58.500 Geräten ein Minus von drei Prozent auf. Noch schlechter lief der Absatz von Systemen auf Basis von Biomasse mit 24.000 verkauften Geräten und einem Minus von neun Prozent. "Rund 600.000 Geräte gingen im letzten Jahr in die Bestandssanierung. Bei circa 12 Millionen veralteten Anlagen im Bestand ist die jetzige Modernisierungsquote zu gering", sagt BDH-Präsident Uwe Glock.
Digitalisierung soll Motor der Wärmewende sein
Neben den Marktzahlen veröffentlichte der BDH auch seine jährlichen Zahlen. Insgesamt erwirtschafteten die 104 im BDH organisierten Unternehmen mit rund 75.500 Beschäftigten einen weltweiten Umsatz von 15,1 Mrd. Euro. 680 Mio. Euro investierten die Hersteller in Forschung und Entwicklung. "Die Entwicklung hat vor allem im Bereich der Digitalisierung stattgefunden", erläuterte BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.
Digitalisierte und vernetzte Heiztechnik werde, so Lücke, eines der bestimmenden Themen der ISH 2019 sein. Und mit diesem Technologiesprung dürfte es für Hausbesitzer nochmals attraktiver werden, an eine neue Heizung zu denken. Denn nur dann könne, so BDH-Präsident Glock, von einer "Wärmewende" die Rede sein: "Hier muss die Politik endlich Anreize setzen, um das reichlich vorhandene private Kapital für den Klimaschutz zu mobilisieren." (sig)



