Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Bild: © Marijan Murat/dpa

Der Chemiekonzern BASF betreibt in Frankenthal nahe seines Hauptsitzes in Ludwigshafen eine Kläranlage. Die dort anfallenden Abwässer könnten nach ihrer Reinigung als Energiequelle für eine Großwärmepumpe genutzt werden. Für die Umsetzung dieser Idee kooperieren die Technischen Werke Ludwigshafen, die Stadtwerke Frankenthal und die BASF.

50 MW Leistung könnte die Wärmepumpe für die Fernwärme in der Region bereithalten und damit etwa 18.000 Haushaltsanschlüsse mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Das würde im Vergleich zum Heizen mit Gas oder Öl immerhin 60.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Zudem würde die hohe Auslauftemperatur der Abwässer einen besonders hohen Effizienzgrad der Anlage gewährleisten.

Wärmetransformationsplan soll Aufschluss über weitere Planung geben 

Bevor das Großprojekt näher Gestalt annimmt, müssen die Pläne auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Erste Schritte hierfür haben die Projektpartner bereits unternommen, wie Dieter Feid, Kaufmännischer Vorstand der TWL erklärt: „Wir haben vor dem Jahreswechsel mit der Erstellung eines Wärmetransformationsplans begonnen. Dieser wird uns Aufschluss darüber geben, ob das Projekt realisierbar und wirtschaftlich ist, und zudem die Grundlage zur Entscheidungsfindung hinsichtlich des Baus und des Betriebs der Anlage sein.“ Der Transformationsplan soll bereits Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. (lm)

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