Betreiber von Wertstoffhöfen und Kommunen können sich bis zum 30. Juni bewerben.

Betreiber von Wertstoffhöfen und Kommunen können sich bis zum 30. Juni bewerben.

Bild: © Kzenon/AdobeStock

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) startet zum ersten Mal den kommunalen Wettbewerb "Grüner Wertstoffhof". Dieser richtet sich an Einrichtungen, die mit innovativen Konzepten einen herausragenden Beitrag zum Umweltschutz leisten. „Kommunale Wertstoffhöfe gehören für Bürger zu den wichtigsten Anlaufstellen zur Erfassung von Produkten für die Wiederverwendung und das Recycling“, heißt es in einer Pressemitteilung der DUH.

Die Sammelstellen leisteten einen außerordentlich wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur Schonung von Ressourcen. Die Auszeichnung soll dieses kommunale Engagement ehren und flächendeckend weitere Verbesserungen anstoßen. Betreiber von Wertstoffhöfen und Kommunen können sich bis zum 30. Juni bewerben. Die Gewinner zeichnet die DUH öffentlichkeitswirksam aus.

Beitrag zu mehr Qualität

"Die Deutsche Umwelthilfe beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit der kommunalen Wertstofferfassung. Unsere Testbesuche offenbaren ein großes Potenzial für Verbesserungen, insbesondere beim Service, der Abfallvermeidung und Wiederverwendung. Durch den ausgeschriebenen Wettbewerb möchten wir einen Beitrag dazu leisten, die Qualität und Umweltfreundlichkeit der kommunalen Wertstofferfassung noch weiter zu erhöhen und die Umweltrelevanz des Themas bekannter zu machen", sagt die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

"Moderne Wertstoffhöfe müssen als einladende, serviceorientierte und informative Orte der Kreislaufwirtschaft verstanden werden. Damit viele Bürger Wertstoffhöfe häufig und gern nutzen, sind arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten, eine gute Erreichbarkeit, geringe Wartezeiten und vielseitige Rückgabemöglichkeiten wichtig", erklärt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Rolle als Wissensvermittler

Durch vielfältige Informations- und Beratungsangebote sollten Wertstoffhöfe Wissen zu den Themen Abfallvermeidung, Abfalltrennung und zum Umgang mit Problemstoffen bereitstellen. Eine konsequente Umsetzung der Abfallhierarchie ist zudem essenziell. Durch die Förderung der Wiederverwendung können beispielsweise Abfälle vermieden und Produkte erneut genutzt werden. Das sei umweltfreundlicher als Recycling oder eine anderweitige Entsorgung, so die Deutsche Umwelthilfe.

Eine Orientierung, wie neue Wege der kommunalen Wertstofferfassung aussehen können, bietet laut DUH das RAL-Gütezeichen 950. Es entalte zielführende Anforderungen, um den Beitrag zum Umweltschutz bei der Rückführung von Ressourcen zu maximieren. Dadurch liefere es neue Impulse und stelle eine wertvolle Hilfestellung für Kommunen dar.  (dpa/hp)

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